Sweco plant Ausbau der Warburger Kläranlage
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Sweco plant Ausbau der Warburger Kläranlage

7 November 2017
Die Sweco GmbH plant den Ausbau der Kläranlage Warburg. Das innovative Projekt wird vom Land Nordrhein-Westfalen aufgrund der zukunftsweisenden Verfahrenstechnik mit 9,8 Millionen Euro gefördert. Die neue Anlage soll Ende 2018 fertiggestellt werden.

Die Leistungen der Sweco umfassen die Objektplanung Ingenieurbauwerke, die Fachplanung Technische Ausrüstung über alle elektrotechnischen, maschinentechnischen und prozessleittechnischen Arbeiten nach HOAI, eine Vorprüfung gemäß UVPG sowie die Landschaftspflegerische Begleitplanung.

In einem unter Mitwirkung von Sweco erarbeiteten Gutachten wird empfohlen, auf dem Gelände der kommunalen Kläranlage eine anaerobe Verfahrenstechnik gemäß dem anaeroben Belebungsverfahrens zu errichten. Der Klärschlamm der Kläranlage Warburg sowie der Kläranlage Daseburg soll zukünftig während der Rübenerntekampagne gemeinsam anaerob (ohne Sauerstoff) mit dem Erdtransportwasser der Zuckerfabrik Warburg (Südzucker AG) behandelt werden. Diese neu konzipierte Anlagenstrategie ist deutschlandweit einzigartig.

Damit das anaerobe Belebungsverfahren realisiert werden kann, müssen folgende Anlagen neu gebaut werden:

  • maschinelle Überschussschlammeindickung
  • Vorversäuerung für das Erdtransportwasser
  • Faulbehälter
  • Vakuumentgasung
  • anaerobe Nachklärung
  • Gasspeicherung und Blockheizkraftwerk inkl. hierfür erforderliche Maschinenhalle

Durch die Mitbehandlung des Erdtransportwassers erhöht sich der Gasertrag. Im zur Anlage gehörenden Blockheizkraftwerk kann so mehr Strom und Wärme erzeugt werden. Der Strom wird zur Deckung des Eigenbedarfes genutzt, Überschussenergie wird in das öffentliche Stromnetz eingespeist. Die Wärme kann u. a. für die thermische Behandlung des Klärschlamms in Form einer Solartrocknung genutzt werden. Die große Wärmemenge, die während der Rübenkampagne in den Wintermonaten anfällt, kann optimal zur Unterstützung des Trocknungsprozesses verwendet werden. Die zu entsorgende Klärschlammmenge kann so um ca. 60 % deutlich reduziert werden, wodurch sich die Entsorgungskosten verringern.

Das neue Kläranlagenkonzept bietet gleich mehrere Vorteile, sowohl für die Kommune als auch für die Zuckerfabrik. Das Konzept sichert eine zukunftsfähige, effiziente, ökologische und gleichzeitig kostengünstige Schlammbehandlung. Über das Jahr gerechnet soll die Kläranlage energieautark arbeiten. Dies führt im Vergleich zu heute zu einer Reduzierung der Betriebskosten.

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