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02/08/2023

Lesezeit 5min

David Thein

David Thein

Stadtplaner

Der Klimawandel ist eine der größten Herausforderungen unserer Zeit. Er beeinflusst die Wohn-, Lebens- und Arbeitsbedingungen in Städten und Regionen sowie die Sicherheit und Funktionsfähigkeit ländlicher und urbaner Infrastrukturen. Gerade der kommunalen Ebene kommt bei dem Thema eine besondere Bedeutung zu. Kommunale Klimaschutzmaßnahmen können vielseitige Synergieeffekte und Entwicklungspotenziale für ländliche Räume bieten. Doch wie können diese komplexen Herausforderungen konkret angegangen werden? Als externer Partner unterstützt Sweco Landkreise und Kommunen in den Bereichen Klimaschutz und Klimaanpassung.

Kommunaler Klimaschutz – Relevanz im Kontext der Gegenwart

Der weltweite Anstieg der Durchschnittstemperaturen als Folge der global anhaltenden Emission von Treibhausgasen in die Atmosphäre führt zu einer spürbaren Änderung des weltweiten Klimageschehens mit unterschiedlichen Auswirkungen in den verschiedenen Klimazonen. Für Deutschland werden bis zum Jahr 2100 einige bedenkliche Entwicklungen prognostiziert. Nach dem derzeitigen Kenntnisstand ist bis 2100 mit einem weiteren Anstieg der Jahresmitteltem­peratur um etwa 1,5 bis 3,7°C zu rechnen. Zudem wird die Anzahl, Dauer und Intensität sommerlicher und heißer Tage zunehmen und es wird zu häufigeren und intensiveren Extremereignissen, vor allem Hitzewellen, Starkniederschlägen und Stürmen kommen. Durch eine jahreszeitliche Verschiebung des Niederschlagsregimes wird es voraussichtlich zu trockeneren, heißeren Som­mern und zu milderen Wintern mit mehr Regen kommen. Die Steigerung von Durchschnitts- und Extremtemperaturen sowie die Zunahme und Intensivierung von Extremereignissen hat erkennbar Einfluss auf die Wohn-, Lebens- und Arbeitsbedingungen in den Städten und Regionen sowie auf die Sicherheit und Funktionsfähigkeit ländlicher und urbaner Infrastrukturen.

Um die Herausforderungen des Klimawandels, der Energie- und Wärmewende sowie der gesellschaftlichen Resilienz zu bewältigen, bedarf es nicht nur innovativer Ansätze, sondern auch Flexibilität und Anpassungsfähigkeit. Die gesellschaftliche Widerstands- und Anpassungsfähigkeit ist angesichts zahlreicher Krisen und der Unvorhersehbarkeit regionaler und urbaner Transformationsprozesse wichtiger denn je. Um widerstandsfähig zu werden, müssen besondere Maßnahmen ergriffen werden. Es braucht Strategien für den Übergang vom reaktiven zum proaktiven Handeln und eine vorausschauende, holistische Planung urbaner wie ländlicher Räume, um unser Umfeld und unsere Gesellschaft vorzubereiten. Dieses komplexe Unterfangen stellt für Landkreise und Kommunen eine immense Herausforderung dar, welche in den meisten Fällen nicht intern gestemmt werden kann. Sweco unterstützt daher Landkreise und Kommunen im Rahmen der Erstellung von Klimaschutz-/ Klimaanpassungskonzepten, Resilienzstrategien sowie Orientierungs- und Fokusberatungen im Bereich Klimaschutz und Klimaanpassung.

 

Sweco als Partner für Kommunalen Klimaschutz

Sweco als Partner für Kommunalen Klimaschutz

Aktuell berät das Team Stadtplanung und Regionalentwicklung Hamburg/Bremen zum Beispiel die Samtgemeinde Geestequelle im Landkreis Rotenburg (Wümme) in Niedersachsen in der vom Bund geförderten Einstiegs- und Orientierungsberatung Klimaschutz des Bundesministeriums für Wirtschaft und Klimaschutz. Diese Förderung ist Teil der Richtlinie zur Förderung von Klimaschutzprojekten im kommunalen Umfeld „Kommunalrichtlinie“ (KRL) im Rahmen der Nationalen Klimaschutzinitiative (NKI). Dieses Förderprogramm soll die die Treibhausgasneutralität in Deutschland bis 2045 voranbringen.

Kommunaler Klimaschutz

Einstiegs- und Orientierungsberatung Klimaschutz: Samtgemeinde Geestequelle

Ziel der Beratung ist es, sich dem Thema Klimaschutz systematisch anzunehmen, Stakeholder wie Expert*innen zu integrieren und konkrete Maßnahmen auszuarbeiten. Der Kommunale Klimaschutz ist ein komplexes Unterfangen und bedarf einer strukturierten und weitsichtigen Herangehensweise. Im Rahmen der Orientierungsberatung Klimaschutz hat Sweco, gemeinsam mit der Verwaltung sowie lokalen Akteuren, wichtige Potenziale herausgearbeitet, erste Handlungsansätze und einen detaillierten Maßnahmenkatalog abgeleitet.

Im Rahmen der Beratung hat das Team acht Themenfelder für eine resiliente Kommune herausgearbeitet:

  • Mobilität: Integrierte nachhaltige Mobilität
  • Energie: Vernetzte regionale erneuerbare Energie
  • Wohnen/Bauen: Nachhaltiges Bauen
  • Landwirtschaft: Nachhaltige Landwirtschaft & Ökolandbau
  • Moorschutz & Renaturierung
  • Nachhaltige Verwaltung: Digitale Verwaltung & Ressourceneffizienz
  • Öffentlichkeitsarbeit & Kommunikation: Netzwerke, Transparenz & Vermittlung
  • Klimaschutzmonitoring und THG-Bilanzierung: Resilienz durch digitale Anwendungen

Essenziell und unabdingbar ist die quantitative Erhebung des Ist-Zustandes durch eine umfassende Energie- und THG-Bilanzierung. Nur so lassen sich auch die Einsparpotenziale einzelner Maßnahmen identifizieren und sichtbar machen. Die Einführung und Einstellung des Klimaschutzplaners für die Samtgemeinde Geestequelle wurde als Leitprojekt initiiert, um zukünftig alle Belange des Klimaschutzes gebündelt in einer Software zu monitoren. Die Samtgemeinde kann damit Energie- und Treibhausgas-Bilanzen nach der deutschlandweit standardisierten BISKO-Methodik erstellen, visualisieren und transparente Klimaschutzberichte exportieren. Vor allem hilft es jedoch der Verwaltung, auf Basis der Bilanzierung eine Vision und konkrete Klimaschutzziele zu formulieren und diese anhand von quantitativen Indikatoren mit zukünftigen Einzelmaßnahmen zu verknüpfen

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