Kölner Krematorium nach Sanierung offiziell eröffnet

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Kölner Krematorium nach Sanierung offiziell eröffnet

13 August 2020
Am Dienstag, 11. August 2020 lud die Kölner Oberbürgermeisterin Henriette Reker die Öffentlichkeit im Rahmen einer Pressekonferenz ein, das final sanierte Kölner Krematorium zu besichtigen. Das Amt für Landschaftspflege und Grünflächen in Köln beauftragte 2015 die Sweco GmbH mit einer Potenzialanalyse und Wirtschaftlichkeitsbetrachtung des dortigen Krematoriums, und gab so den Startschuss zur Sanierung dieses wichtigen Bestandteils der Kölner Trauerkultur.

Die Sweco GmbH entwickelte mit Hilfe eines Design-Thinking-Prozesses die Strategie für das zukünftige Krematorium Köln. Dazu gehörten u.a. die Beobachtung der betrieblichen Abläufe, persönliche Gespräche mit Bestatter*innen und deren Verband, ein Vergleich mit den üblichen und möglichen Konzepten des Trauermanagements sowie eine enge Zusammenarbeit mit dem Amt für Landschaftspflege und Grünflächen. Die Analyse ergab, dass das Krematorium zukunftsfähig ist und vor allem für die Kölner Bürger*innen einen hohen Stellenwert im Bestattungswesen einnimmt. Es wurde seitens Sweco empfohlen, das Krematorium im Rahmen einer Dienstleistungskonzession zu sanieren und fortzuführen.

„Nach Betrachtung der aktuellen Situation entwickelten wir erfolgreich einen Sanierungsplan und eine Zukunftsperspektive für das Krematorium“, erklärt Andreas Harm, Ressortleiter Lenders & Investors bei Sweco in Köln und verantwortlicher Berater bei dem Projekt. „Wir berieten auch bei den erforderlichen politischen Beschlüssen im Rat der Stadt Köln und in der vertraglichen und formalen Umsetzung der Konzessionsvergabe. In der Folge konnten wir bei der betrieblichen Implementierung unterstützen. Auf diese Weise tragen wir einen Teil dazu bei, die Kölner Trauerkultur weiterzuentwickeln und das Krematorium zukunftsfähig zu machen.“

Das neue Krematorium bietet jetzt dank des zusammen von Sweco und dem Betreiber entwickelten und umgesetzten Konzeptes ein breiteres Serviceangebot für die Bürger*innen sowie die Bestatter*innen. So wurde das Gebäude baulich und funktional neu geordnet, der Pietät verpflichtet hochwertig saniert und kann nun im Umgang mit Trauer und Abschiednahme auf individuelle Angebote setzen. Es ist für Angehörige beispielsweise möglich, sich in kleiner Runde ins Familienzimmer zurückzuziehen, im neu gestalteten Innenhof gemeinsam zu verweilen oder sich vom Verstorbenen in angemessener Umgebung direkt bei der Übergabe ans Feuer zu verabschieden.

Die betriebliche Führung wird von der Stadt Köln in die Hände des Konzessionärs Krematorium Köln GmbH gelegt. Die Philosophie, das Selbstverständnis und die möglichen Angebote in der Trauerarbeit werden auch auf der neuen Homepage dargestellt.

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"Enthüllung Sternguckerin" v.l. Henriette Reker (OB Köln), Patrick De Meyer (Vorstandsvorsitzender Facultatieve Groep)

© Bilder: Krematorium Köln GmbH