Triphönix – Sweco plant Erneuerung des Müllkraftwerks Schwandorf

/siteassets/news/201126_triphoenix_770x380.jpg

Triphönix – Sweco plant Erneuerung des Müllkraftwerks Schwandorf

26 November 2020
Der Zweckverband Müllverwertung Schwandorf (ZMS) beabsichtigt, die Ofenlinien 1 bis 3 des Müllkraftwerks Schwandorf erneuern zu lassen. Die Sweco GmbH übernimmt bei dem umfangreichen Projekt die Generalplanung. Dazu zählt die Entwurfs-, Genehmigungs- und Ausführungsplanung, Ausschreibung und Vergaben, die Bauüberwachung sowie die Betreuung während der Gewährleistungszeit.

Das Müllkraftwerk im bayerischen Schwandorf besteht im Wesentlichen aus einem Müllbunker, vier Müllkessellinien mit nachgeschalteten Rauchgasreinigungslinien sowie dem Wasser-Dampf-System. Die Ofenlinien 1 bis 3 haben nach rund 40 Jahren das Ende ihrer technischen Betriebszeit erreicht. Im Rahmen des Projektes „Triphönix“ plant der ZMS daher, die Müllkessellinien 1 bis 3 inklusive der zugehörigen Rauchgasreinigungsanlagen durch zwei neue, größere Kessellinien zu ersetzen. Diese werden auf die heute anfallenden Heizwerte des Abfalls ausgelegt, sodass mehr Energie aus dem Abfall gewonnen werden kann. Zudem soll die die Rauchgasreinigungslinie 4 teilweise erneuert und auf die zukünftig geltenden Grenzwerte ausgelegt werden. Mit der angestrebten Lösung soll eine höhere Verfügbarkeit des Müllheizkraftwerks erreicht werden, um die Entsorgungssicherheit der Region sicher zu stellen. Auch zeitaufwändige Revisionen müssen zukünftig seltener durchgeführt werden.

„Mit der Erneuerung des Müllkraftwerks Schwandorf bringt der ZMS das größte und kostenintensivste Projekt seiner Geschichte auf den Weg und wir freuen uns, daran als Generalplaner mitwirken zu können“, erzählt Volker Grotefeld, Geschäftsführer der Sweco GmbH. „Damit die Entsorgung sichergestellt wird, müssen wir bei den Planungen einige Besonderheiten berücksichtigen: So brauchen wir z. B. ein sehr striktes Terminmanagement. Da die Anlage durchgehend weiterlaufen soll, werden einige Anlageteile im laufenden Betrieb ausgebaut und neu errichtet. Zudem gibt es im Kesselhaus einige Herausforderungen, die die Statik betreffen.“

Um die Entsorgungssicherheit zu gewährleisten und auch während der Umbauzeit einen ausreichenden Abfalldurchsatz sowie die Versorgung der Energieabnehmer sicherzustellen, erfolgt der Umbau stufenweise über mehrere Jahre. Bereits 2021 soll der erste von zwei Genehmigungsanträgen eingereicht werden. Der erste neue Müllkessel soll 2025 den Betrieb aufnehmen, der zweite drei Jahre später. Im Jahr 2028 soll das Projekt abgeschlossen sein.

© Fotos: Zweckverband Müllverwertung Schwandorf