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Kreisalten- und Pflegeheim Werneck

Bauherr

Landratsamt Schweinfurt

Fachbereich

Architektur

Standort

Spitalstr. 2
97440 Werneck

Planungs- und Bauzeit

5.2002 – 10.2008

Heimplätze

211, davon 30 mit geschütztem Wohnbereich

Unsere Leistungen

Objektplanung Gebäude Lph. 1-9

Erweiterung und Neustrukturierung des bestehenden Alten- und Pflegeheims

Das Grundstück des Kreisaltenheims Werneck befindet sich in landschaftlich schöner Lage an einem steil nach Süden abfallenden Hang innerhalb des Ortes. Die hoch aufragenden Gebäude des Haus I und Haus II wurden Anfang der 1970er Jahre erbaut. Zu Beginn der 1990er Jahre wurden beide Häuser an den Kopfseiten ergänzt und mit einem Verbindungsbau im Erdgeschoss sowie in der ersten und zweiten Etage versehen. Im Zuge dieser Maßnahme wurde auch das Haus III errichtet. Ein Großteil der Zimmer entsprach nicht mehr den heutigen Anforderungen an Größe und Bewegungsmöglichkeit. Daher wurde eine umfassende Neustrukturierung des Bestandes durchgeführt, so dass durch die Umbaumaßnahmen zeitgemäße Größen für die bestehenden Zimmer erreicht werden konnten.

Um die Stationsbereiche sinnvoll und wirtschaftlich zu organisieren, führt nun ein neuer Verbindungsbau die Ebenen 1 – 6 der Häuser I und II zusammen. Die durch die Vergrößerung der sanierten Altbauzimmer verlorenen Betten wurden durch den Ersatzneubau der Häuser IV und V kompensiert, so dass bei verbessertem Standard eine gleichbleibende Bettenzahl erzielt wurde. Insgesamt wurden in den beiden neuen Gebäudeteilen 77 neue Einzelzimmer realisiert.

Mit der Erweiterung und Umstrukturierung wurden nicht nur wirtschaftliche Stationsgrößen realisiert und die Arbeitsabläufe optimiert, sondern es wurde auch die äußere Erscheinung des Hauses deutlich verbessert. Ziel des Entwurfes war es, ein größtmögliches Maß an Transparenz und Offenheit schaffen: Die neu hinzugefügten, eher transparent wirkenden Baukörper vermitteln ein offenes und freundliches Erscheinungsbild. Durch die raumhohen Verglasungen, die erkerähnlichen Versetze sowie die zu öffnenden Fenstertüren wird ein größtmöglicher Bezug zum Außenraum hergestellt.

Die auskragenden Deckenscheiben, die die horizontale Gliederung der Fassade betonen, übernehmen gleich mehrere Funktionen: Sie dienen als kleiner Balkon für die Pflegezimmer, als umlaufender Revisionsgang zum Reinigen der Fassade und übernehmen weiterhin die Funktion des konstruktiven Sonnenschutzes. Über verschiebbare Elemente mit Holzlamellen kann jeder Bewohner das Maß an Transparenz oder Abschottung
seines Zimmers selbst bestimmen. Die geschlossenen Fassadenbereiche wurden denen der vorhandenen angeglichen und mit einem Wärmedämmverbundsystem und weißem Putzauftrag ausgeführt.

Fotos: © Barbara Staubach

Für die Realisierung von Wintergärten als zusätzliche Belichtungs- und Belüftungsfläche für die inneren Flure wurden Außenwandtafeln aus der Fassade herausgelöst und durch Glaselemente ersetzt. Der große Innenhof zwischen den Häusern I, II und IV und dient den demenzkranken Patienten als freinutzbarer Außenraum. Mit dem Innenhof des Hauses V wurde zusätzlich ein zweiter, kleinerer Freibereich für die beschützende Abteilung gebildet. Über die Wintergärten, Innenhöfe und die Verglasung der Flure an ihren Endpunkten wurde eine neue Transparenz und Wertigkeit des inneren Erschließungssystems geschaffen. Die verschiedenen Ebenen des Gebäudes wurden zur Erhöhung des Wiedererkennungswertes mit einem entsprechenden Farbkonzept gestaltet.

Kreisalten-, Pflegeheim Werneck

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