Kampfmittelsondierungen

Kampfmittelsondierungen auf dem Gelände der HaBeMa Futtermittel GmbH & Co. KG

Fakten

Auftraggeber:
HaBeMa Futtermittel GmbH & Co. KG, Produktions- und Umschlagsgesellschaft

Projektdauer:
2013 - 2014

Projekt

Die HaBeMa plant die Errichtung von 12 Getreidesilos im Bereich der Altablagerung Pollhornweg West. Die Altablagerung ist nach dem 2. Weltkrieg entstanden und enthält neben Hafenabfällen hohe Anteile an Metallschrott sowie Rückstände aus der Mineralölverarbeitung. Da die Basis des Bombenhorizontes unterhalb der natürlichen Basisabdichtung der Altablagerung lag, kam deren Schutz bei den Kampfmittelsondierungen eine besondere Bedeutung zu.

In Abstimmung mit den zuständigen Behörden kamen Tiefensondierungen in Kombination mit einem 2-fachen Verpressverfahren zum Einsatz. Auf Grund der Verschleppung von Metallschrott beim eingesetzten Bohrverfahren mit den Bohrwendeln in den Bombenhorizont, wurde die Einsatzfähigkeit von Drucksondierungen mit anschließendem separaten Verpressens getestet.


Trotz teilweiser massiver Bauschutthindernisse konnte hierdurch mit Ausnahme eines Punktes, eine flächige bzw. eine pfahlbezogene, punktuelle Kampfmittelfreiheit des gesamten Bombenhorizontes unter Beachtung eines maximalen Schutzes für das Grundwasser erreicht werden.

Leistungen

  • Auswertung von Altunterlagen, Rekonstruktion des Geländezustands vor dem 2. Weltkrieg, Bestimmung des Bombenhorizontes, Auswahl Bohr- und Sondierverfahren
  • Planung / Ausschreibung der Kampfmittelsondierungen
  • Örtliche Bauüberwachung

weitere daten

  • ca. 420 lafettengeführte Hohlbohrschneckenbohrungen mit ca. 5.500 Bohrmetern und zweifachem Verpressens
  • ca. 220 Drucksondierungen mit ca. 2.400 Bohrmetern einschließlich nachfolgendem Verpressens
  • Kosten Kampfmittelsondierung: ca. 270.000 €