Neubau der Osthafenbrücke, Frankfurt am Main

Neubau der Osthafenbrücke, Frankfurt am Main

Fakten

Auftraggeber:
Amt für Straßenbau- und Erschließung der Stadt Frankfurt am Main

Baukosten:
ca. 30 Mio € einschl. Molenkopfbebauung

Projektdauer:
2006 und 2008 - 2012

Leistungen

Im Jahr 2006 wurde von der Stadt Frankfurt am Main der Architekten- und Ingenieurwettbewerb zur Umgestaltung der denkmalgeschützten Honsellrampe und Neubau einer Straßenbrücke über den Main im Bereich des Osthafens ausgeschrieben, den Sweco zusammen mit dem Frankfurter Architekt Ferdinand Heide für sich entscheiden konnte.

Der Wettbewerbsbeitrag war geprägt von einer schlanken Bogenbrücke mit an gekreuzten Seilen abgehängter Fahrbahnplatte, die die im Projektraum vorhandenen Formen der denkmalgeschützten Honsellbrücke mit Vorlandgewölben und den Schalen der Elsässer-Großmarkthalle aufnimmt und zeitgemäß fortführt.

Mit der Osthafenbrücke werden zwei attraktive Uferzonen und Stadträume über den Main hinaus vernetzt. Der spektakuläre Ausblick auf die Skyline findet Ausdruck in dem Angebot von „Stadtterrassen“ auf den Brückenköpfen und schönen, breiten Treppenaufgängen mit Verweilqualität. Die gekreuzten Hänger des Langer’schen Balkens ermöglichen, den Versteifungsträger sehr viel schlanker als bei Ausführung mit den üblichen, geraden Vollstahlhängern auszubilden. Darüber hinaus wurde jeder Versteifungsträger in zwei Hohlkästen geteilt, so dass ein breiter Spalt die Trennung zwischen den beidseitigen Geh- und Radwegen und dem Fahrzeugverkehr optisch unterstreicht.

Es wurden vollverschlossene Seile D = 62 mm mit beidseitigen Gabelköpfen verwendet. Die Hohlkästen der Bögen sind leicht zur Brückenachse hin geneigt und mit lediglich drei Spangen querversteift. Die dreispurige Fahrbahn ist als Verbundplatte ausgebildet, im Gegensatz zu den außerhalb der Seilebenen angehängten Geh- und Radwegen, die orthotrope Fahrbahnplatten besitzen. Der Stahlüberbau wird auf einem benachbarten Grundstück vormontiert und während einer Schifffahrtssperre eingeschwommen.

Auf dem Molenkopf zwischen Mainbrücke und Honsellbrücke wurde als Vorabmaßnahme für ein Hochhaus auf der Molenkopfspitze ein zweigeschossiges, überschüttetes Tiefgaragenbauwerk als Weiße Wanne geplant, in dem im Entwurf auch eine Feuerlöschbootstation untergebracht war.

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Leistungen

  • 1. Platz im Architekten- und Ingenieurwettbewerb
  • Objektplanung Ingenieurbauwerk Lph. 1 - 7
  • Tragwerksplanung Lph. 2, 3, 6
  • Tragwerksplanung Lph. 4 + 5 für Stahlüberbau
  • Technische und Vertragliche Prüfung der Ausführungspläne
  • Stahlbau-Fertigungsüberwachung

Daten

  • Stützweite 175 m
  • Brückenfläche 4.200 m²
  • Fläche Tiefgarage Molenkopf 3.000 m²
  • Stahlgewicht 2300 t  S 355 J2 +N bzw. S 355 K2 +N
  • 96 Seilhänger VVS Ø = 62 mm S 1570/1770

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