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Tunnelbau

Als Ihr Partner für Planungsleistungen, Beratungsleistungen und Überwachungsleistungen im Tunnelbau und Spezialtiefbau unterstützen wir Sie gerne rund um den Neubau und die Sanierung von Tunneln. Wir planen und überwachen für Sie Straßentunnel und Eisenbahntunnel in bergmännischer und offener Bauweise.

Im innerstädtischen Umfeld mit hoher Komplexität durch vorhandenen Leitungsbestand, dicht anstehende Bebauung und Verkehr im Baufeld werden unsere Tunnel häufig in Deckelbauweise geplant.

Thomas Jänecke

Thomas Jänecke

Tunnelbau und Spezialtiefbau
Miriam Stallmann

Miriam Stallmann

Produktmanagerin Tunnelbau

Einsatz von BIM in der Planung Ihrer Tunnelbauprojekte

BIM steht für Building Information Modeling. Eine Methode, die die Planungswelt auf eine neue Ebene gestellt hat. Mit BIM-Software ist es möglich, dass alle Beteiligten ihre Daten für ein Projekt zusammenführen, wodurch mögliche Schwierigkeiten frühzeitig erkennbar sind. Zeichnungen, Pläne, Schemata – viele Dinge sehen auf dem Papier sehr gut aus. Ob sie auch in der Realität funktionieren, stellt man allerdings oft erst fest, nachdem sie umgesetzt wurden. Mit BIM wurde die Möglichkeit geschaffen, 2-D-Planungen in 3-D-Erfahrungen umzuwandeln. Besonders bei Infrastrukturprojekten in dicht bebauten Gebieten, bei denen etliche Gebäude, Verkehrswege und Versorgungseinrichtungen gequert werden, bietet die Arbeit mit der BIM-Methode einen völlig neuen Lösungsansatz zur kollisionsfreien Planung. Das Projekt kann bereits in einem frühen Stadium umfassend visualisiert werden. Die Planungsschritte können allen Beteiligten verdeutlicht werden, auch wenn diese nicht technisch geprägt sind. So trägt BIM direkt zur Akzeptanz von Infrastrukturprojekten in der Öffentlichkeit bei. Hinzu kommen durch die Zeitermittlungsmöglichkeiten und Kostenermittlungsmöglichkeiten eine 4. und 5. Ebene.

BIM-Methode beim Ausbau des Frankenschnellwegs in Nürnberg

Bei Sweco kommt die BIM-Methode z. B. beim Ausbau des Frankenschnellwegs in Nürnberg zum Einsatz. Bei der Bearbeitung des Projekts bietet BIM einige Vorteile: so werden z. B. Planungsbesprechungen durch die Visualisierung der Problempunkte deutlich vereinfacht. Entscheidungsfindungen für Projektbeteiligte, die ohne technischen Hintergrund am Projekt arbeiten, gestalten sich erheblich leichter.

Die Verknüpfung des 3-D-Modells mit dem Ausschreibungsprogramm und die automatische Mengenermittlung erleichtern Arbeitsabläufe. Gerade bei komplizierten Planungen und verschiedenen zeitgleich zu planenden Gewerken gewinnt man einen Vorteil. Durch den Einsatz von BIM können Konflikte frühzeitig erkannt und Hemmnisse in der Realisierung vermieden werden.

Projektspezifische Abstimmung der BIM-Planung mit dem Auftraggeber

Die Grundsätze für die Erstellung einer BIM-Planung wie sie für den Hochbau bereits existieren, lassen sich nicht ohne weiteres auf Infrastrukturbauwerke im Allgemeinen und Tunnelbauwerke im Speziellen übertragen. Die Ausarbeitung solcher Vorschriften wird projektspezifisch mit dem Auftraggeber abgestimmt und in Form von Auftraggeberseitigen AIA (Auftraggeber-Informationsanforderungen) und einem auftragnehmerseitigen BAP (BIM-Projekt-Abwicklungsplan) festgeschrieben. Die speziellen Anforderungen eines Tunnelbauwerks lassen sich mit der aktuellen 3D CAD Software bisher nicht ohne weiteres abbilden. Aus diesem Grund werden individuelle Bauteile erstellt, die sich durch einen adaptiven Aufbau den vorgegebenen Trassierungsparametern anpassen. An diesen Bauteilen können über Parameter Anpassungen an z. B. Wandstärke, Sohlstärke und Deckenstärke, Quergefälle, Aufkantungen und Aufweitungen vorgenommen werden. Mit dieser parametrisierten Arbeitsweise sind spätere Änderungen und Modifikationen am Bauwerk leicht möglich.