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Kaltes, klares Wasser eines dekorativen künstlichen Wasserfalls

Abwasserwärmenutzung – Regenerative Energie aus Abwasser

Kommunen können im Interesse des Klimaschutzes den Anschluss an Wärmenetze vorschreiben – ein Baustein kann hierbei die Abwasserwärmenutzung sein. Das Prinzip ist seit vielen Jahren bekannt, Kanalnetzbetreiber entdecken diese Wärmequelle jedoch aktuell neu: Seit dem Wärmeplanungsgesetz (WPG) sind alle deutschen Kommunen zur lokalen Wärmeplanung verpflichtet, Abwasserwärme wird darin explizit als Potenzialquelle genannt. Sweco unterstützt Sie dabei mit Wärmepotentialkarten, technischer Machbarkeitsprüfung und Beratung zu Umsetzung und Contracting. Sprechen Sie uns an – wir zeigen Ihnen, wo sich Abwasserwärme in Ihrer Kommune wirtschaftlich nutzen lässt.

Nutzung von Abwasserwärme – ein Baustein der kommunalen Wärmewende

Die mit dem Abwasser in das Kanalnetz abgegebene Energie wird heute noch unzureichend genutzt. Das Umweltbundesamt geht davon aus, dass ca. 15 % der Heizenergie eines nach aktuellem Baustandard errichteten Gebäudes über den Abwasserpfad an das Kanalnetz abgegeben werden. Diese Abwasserwärme zu nutzen, ist im Zeichen der Energiewende für viele Städte und Kommunen auch ein Bestandteil lokaler Klimaschutzkonzepte geworden.

Abwasser wird mit einem Temperaturband von 10-15°C im Abwassersammler abgeleitet. Diese Temperatur ist mit entsprechenden Schwankungen auch im Winter verfügbar. Das macht die Nutzung der Abwasserwärme so interessant.

Durch Wärmetauscher erfolgt der Wärmetransport über ein Medium zur Wärmepumpe. Dabei wird die Wärme auf ein nutzbares Wärmeniveau von ca. 40-70°C gehoben und wiederum den Verbrauchern zugeführt. Alternativ lässt sich auch Kälte aus Kanalwärme zur Verfügung stellen. Dieser Prozess der Kälteerzeugung aus Primärenergie ist energetisch allerdings aufwändiger.

Wärmepotentialkarten für Kommunen und Kanalnetzbetreiber

Sweco erstellt für Sie Wärmepotentialkarten, mit denen Sie einen Überblick über die Abwärmenutzung, bzw. Wärmenutzung Ihrer Stadt oder Kommune erhalten. Hierbei werden alle ingenieurmäßigen Aspekte berücksichtigt, die sowohl den Betreiber des Kanalnetzes in den Blick nehmen als auch Verbraucher*innen, die gesichert und wirtschaftlich mit Abwasserwärme heizen möchten. Neben der klassischen Nutzung aus Abwasser beziehen wir auch Gewerbe- und Industriebetriebe mit ein, die potentiell Wärme abgeben können. Die so erstellte Wärmepotentialkarte zeigt eine wirtschaftliche Darstellung auf, ist auch für die Kommunalpolitik nutzbar und führt konkret zur technischen Umsetzung an potentiellen Standorten. Im Rahmen der kommunalen Wärmeplanung nach WPG bilden solche Karten zunehmend eine wichtige Datengrundlage für die von den Kommunen zu erstellenden Wärmepläne.

Sweco untersucht zudem die konkrete energetische Nutzung der Wärme vor Ort und bietet Ihnen die Beratung im Contracting an − einem der wichtigsten Schritte der Wärmenutzung. Auch in den wichtigen organisatorischen und rechtlichen Fragen beraten wir Sie gerne.

Sie haben Fragen oder wollen ein Projekt mit uns umsetzen? Kontaktieren Sie uns!

Stephan Ellerhorst

Stephan Ellerhorst

Wasserwirtschaft & -infrastruktur
Wolfgang Deffner

Wolfgang Deffner

Straßeninfrastruktur Süd, Siedlungswasserwirtschaft

Häufig gestellte Fragen zur Abwasserwärmenutzung

Wie viel Energie lässt sich aus Abwasser gewinnen?

Laut Umweltbundesamt werden rund 15 % der Heizenergie eines nach aktuellem Baustandard errichteten Gebäudes über den Abwasserpfad an das Kanalnetz abgegeben. Mit einem ganzjährig verfügbaren Temperaturband von 10 bis 15 °C lässt sich diese Energie über Wärmetauscher und Wärmepumpen auf ein nutzbares Niveau von 40 bis 70 °C anheben.

Was ist eine Wärmepotentialkarte und wofür wird sie benötigt?

Eine Wärmepotentialkarte zeigt Kommunen und Kanalnetzbetreibern, an welchen Standorten sich Abwasserwärme wirtschaftlich nutzen lässt. Sie berücksichtigt sowohl Netzbetreiber als auch potenzielle Verbraucher*innen und bildet die technische wie wirtschaftliche Grundlage für konkrete Umsetzungsprojekte.

Welche Rolle spielt das Wärmeplanungsgesetz (WPG) für die Abwasserwärmenutzung?

Seit Januar 2024 verpflichtet das WPG alle deutschen Kommunen zur lokalen Wärmeplanung. Das Gesetz nennt Abwasserwärme explizit als Potenzialquelle und erlaubt die Erhebung relevanter Daten zu Kläranlagen und Abwassernetzen – damit rückt die Abwasserwärmenutzung stärker in den Fokus kommunaler Wärmepläne.

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