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Windenergie

17/09/2026

Lesezeit 7min

Gina Borchert

Gina Borchert

Marketing & Kommunikation

Karrierewege in der Energiebranche: Vom Controlling zur Bereichsleitung Energie

Ein Interview über neue Karrierewege in der Energiebranche

Ein Interview über neue Karrierewege in der Energiebranche

Muss man Ingenieurin sein, um einen Energiebereich zu leiten? Bei Sweco nicht zwingend: Outi Rajanen kam ursprünglich aus dem Controlling und übernimmt jetzt die Leitung des Bereichs Energie. Ein Gespräch über ungewöhnliche Karrierewege in der Energiebranche, den Einstieg in ein neues Fachgebiet und darüber, warum Energie für Industrie und Gesellschaft eine immer wichtigere Rolle spielt.

Outi Rajanen

Hallo Outi, schön, dass du uns für ein kurzes Interview zur Verfügung stehst. Wie sah dein beruflicher Weg bis zu deiner heutigen Rolle bei Sweco aus und welche Erfahrungen haben dich dabei besonders geprägt?

Mein Weg zur Bereichsleitung Energie war kein klassischer. Ich bin 2022 als Controllerin bei Sweco im Geschäftsfeld Wasser & Energie gestartet und war dort bis zu meiner heutigen Rolle tätig.

Mein Einstieg war damals wirklich schön: Ich wurde herzlich im Team aufgenommen und habe mich von Anfang an wohlgefühlt. Das hat mir den Start bei Sweco sehr leicht gemacht.

Was mich in den letzten Jahren besonders geprägt hat, war die Mischung aus Zahlen, Struktur und der Zusammenarbeit mit vielen unterschiedlichen Menschen und Teams. Der Alltag als Controllerin für ein ganzes Geschäftsfeld war sehr abwechslungsreich und von spannenden Themen geprägt. In den vergangenen Jahren gab es außerdem viele Veränderungen im Unternehmen, etwas durch neue Systeme, Umstrukturierungen und Zukäufe. Ich war in viele dieser Themen eingebunden und konnte dadurch viel lernen.

 Du hast jetzt die Leitung des Energiebereichs übernommen. Was reizt dich an der neuen Aufgabe und der Weiterentwicklung des Bereichs besonders?

Mein Vorgänger hat den Bereich fast zehn Jahre lang geleitet und ist jetzt in eine neue Rolle im Bereich Energie gewechselt, in der er uns weiterhin fachlich rund um Energieanlagen sowie bei der Weiterentwicklung und Qualitätssicherung unterstützt. Für mich ist die Aufgabe eine neue Rolle, die ich mit viel Respekt, Dankbarkeit und Freude übernehme.

Besonders spannend finde ich, dass ich den Bereich gemeinsam mit den Kolleg*innen weiterentwickeln darf. Ich freue mich darauf, in den kommenden Monaten Struktur, Klarheit und Orientierung zu geben und dabei den wirtschaftlichen Aspekt immer im Blick zu behalten. Mich reizt besonders, dass es nicht nur um kaufmännische und strategische Themen geht, sondern auch um inhaltliche Fragen rund um Energieanlagen und Energietechnik. Genau diese Mischung macht die Aufgabe für mich so interessant.

Quereinstieg in die Energiebranche: Erfolgreich in neue Fachbereiche einsteigen

 Du hast den Energiebereich bei Sweco zuvor aus einer Controlling-Perspektive begleitet und bist fachlich neu in dem Thema. Wie hast du dich bisher eingefunden und was kannst du aus deiner bisherigen Tätigkeit in die neue Rolle mitnehmen?

Offenheit ist für mich der Schlüssel: Ich gehe transparent damit um, dass ich fachlich nicht aus dem klassischen Energiebereich komme – und das ist auch völlig in Ordnung. Wichtig ist für mich, neugierig zu bleiben, Fragen zu stellen und gut zuzuhören. Das mache ich seit dem ersten Tag.

Ich habe das große Glück, mit einem vielfältigen und sehr erfahrenen Team zu arbeiten, das mich bei der Einarbeitung sehr gut unterstützt. Das hilft enorm. Ich bin außerdem im ständigen Austausch mit meinen Teamleitenden und anderen Führungskräften im Unternehmen. Diese Unterstützung empfinde ich als sehr wertvoll.

In meiner bisherigen Rolle habe ich vor allem gelernt, strukturiert und analytisch zu denken, wirtschaftliche Zusammenhänge im Blick zu behalten und Veränderung aktiv zu gestalten.

Was leistet der Bereich Energie bei Sweco?

Im Bereich Energieanlagen helfen wir dabei, die Energiewende fachlich fundiert und praktisch umsetzbar zu gestalten. Wir entwickeln gemeinsam mit unseren Kunden Lösungen, die technisch, wirtschaftlich und organisatorisch tragfähig sind. Ein wichtiger Aspekt ist das Thema Nachhaltigkeit, das wir immer mitdenken.

 Warum wird Energie für Industrie und Gesellschaft immer wichtiger?

Ich sehe diese Entwicklung als sehr dynamisch und als große Verantwortung. Energie und energietechnische Lösungen werden in den kommenden Jahren noch stärker im Mittelpunkt stehen, sowohl für Unternehmen und die Gesellschaft als auch für jeden einzelnen Menschen.

Für unseren Bereich heißt das, dass unsere Arbeit weiter an Bedeutung gewinnt. Gleichzeitig steigen die Anforderungen an Qualität, Zusammenarbeit und Umsetzungsstärke. Genau darin liegt für uns aber auch eine große Chance.

 Was macht Sweco zu einem verlässlichen Partner für die Energiewende?

Sweco ist für mich ein verlässlicher Partner, weil wir die Energiewende ganzheitlich betrachten und unterschiedliche Kompetenzen früh zusammenbringen. Ein gutes Beispiel sind erneuerbare Energieprojekte: Da geht es eben nicht nur um die technische Planung, sondern auch um Genehmigungen, Netzanbindung, Flächenverfügbarkeit und Akzeptanz. Genau diese Verzahnung ermöglicht es uns, Lösungen zu entwickeln, die auch unter realen Bedingungen tragfähig sind.

 Wenn du an unsere Teams im Bereich Energie denkst – was macht sie aus, und welche Kompetenzen bringen die Kolleg*innen mit?

Wir sind mit dem Bereich Energieanlagen an mehreren Standorten in Deutschland aufgestellt, unter anderem in Frankfurt, Hannover, Köln, Berlin, Augsburg und München. Es gibt fünf Teams mit unterschiedlichen Schwerpunkten und Kompetenzen. Unser Leistungsspektrum umfasst Energieversorgung und Energiekonzepte, Verfahrens- und Energieanlagentechnik, Elektro-, Automatisierungs- und Leittechnik sowie Dezentrale Energietechnik. Wir haben sowohl erfahrene Fachkräfte als auch Young Professionals mit frischem Blick und viel Energie. Gerade dieses Zusammenspiel finde ich sehr spannend: Wir bringen unterschiedliche Perspektiven mit, ergänzen uns gut und lernen voneinander.

 Was hast du dir für den Bereich vorgenommen?

Ich wünsche mir, dass wir als Bereich noch enger zusammenwachsen und stärker integriert arbeiten. In einem Jahr würde ich gerne sehen, dass wir auch am Markt noch klarer als kompetenter und verlässlicher Partner wahrgenommen werden.

Wichtig sind mir dabei zufriedene Kunden, eine gute Sichtbarkeit am Markt und auch, dass wir sowohl für neue Kolleg*innen als auch für unsere bestehenden Mitarbeitenden attraktiv bleiben. Gleichzeitig wollen wir wirtschaftlich solide arbeiten und Projekte professionell umsetzen, gern auch noch stärker vernetzt über Teams und Ländergrenzen hinweg.

 Was möchtest du Leser*innen, die den Bereich noch nicht gut kennen, gerne mitgeben?

Vor allem, dass der Bereich Energieanlagen bei Sweco aus Menschen besteht, die mit viel Fachwissen, Engagement und Teamgeist zusammenarbeiten. Wir haben unterschiedliche Perspektiven, aber ein gemeinsames Ziel: Lösungen zu entwickeln, die fachlich stark und in der Praxis wirklich hilfreich sind.

 Gibt es noch etwas, das wir bisher nicht angesprochen haben?

Mir ist wichtig, dass wir die kommende Zeit gemeinsam gestalten; offen, respektvoll und mit Lust auf Zusammenarbeit. Ich verspreche, gut zuzuhören und mitzuwirken. Gemeinsam werden wir Schritt für Schritt vorankommen und einen echten Beitrag für die Zukunft leisten – für unsere Kunden, für die Energiewende und für die Gesellschaft.

Vielen Dank für die interessanten Einblicke!

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