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Groß angelegte Batterie-Energiespeichersysteme, die in eine Umspannstation integriert sind

Batteriespeicher (BESS): Planung, Genehmigung und Netzanschluss aus einer Hand

Batteriespeicher-Projekte kommen zügig voran, wenn der Netzanschluss von Anfang an mitgeplant wird. Sweco plant Großbatteriespeicher für Netzbetreiber, Stadtwerke und Industrieunternehmen als Generalplaner, sodass Standortbewertung, Netzanschluss, Genehmigung und technische Auslegung bei einem Ansprechpartner zusammenlaufen, statt auf mehrere Einzelvergaben verteilt zu sein. Das gilt für Anlagen bis in den dreistelligen Megawattbereich.

Generalplanung für Batteriespeicher-Projekte

Sweco hat bereits mehrere Batteriespeicherprojekte unterschiedlicher Größenordnung geplant und begleitet, ergänzt durch internationale Zusammenarbeit innerhalb der Sweco Group, etwa mit Kolleg*innen aus Belgien, Litauen und Finnland. So lassen sich bewährte Lösungen effizient auf neue Projekte übertragen.

Möglich wird das durch eine eng abgestimmte Projektleitung, die die folgenden Fachbereiche koordiniert und deren Schnittstellen aktiv steuert:

  • Umweltplanung (Naturschutz)
  • Genehmigungsplanung (Brandschutz, BImSchG)
  • Trassierung (EMF-Bericht, Trasse)
  • Flächenmanagement (Flächensicherung)
  • Wasser- und Verkehrsplanung (Versickerung, wassergefährdende Stoffe)
  • Elektroplanung
  • Objektplanung (TGA, Architektur, Statik)

Als Generalplaner bündelt Sweco diese Disziplinen unter einem Dach, mit einem Ansprechpartner für das gesamte Projekt, statt einer Vielzahl einzeln zu koordinierender Gewerke.

Einsatzbereiche für Batteriespeicher (BESS)

Einsatzbereiche für Batteriespeicher (BESS)

Ein Batteriespeicher gleicht schwankende Stromerzeugung aus Wind und Sonne aus, stabilisiert Netze und eröffnet zusätzliche Erlösquellen über Regelleistung, Intraday-Handel und Redispatch. Gebraucht wird das überall dort, wo Strom nicht exakt dann anfällt, wenn er gebraucht wird, etwa bei Netzbetreibern und Stadtwerken, die Netzstabilität sicherstellen müssen, bei Industrieunternehmen mit hohem oder schwankendem Energiebedarf, die Lastspitzen kappen oder eigenen PV- und Windstrom besser nutzen wollen, und bei Betreibern von Wind- und Solarparks, die Abregelungsverluste vermeiden und flexibler vermarkten möchten.

Als Generalplaner setzt Sweco das um, von der Standort- und Netzanschlussanalyse über die technische Auslegung bis zur Genehmigungsplanung, alles unter einem Dach. So entsteht am Ende eine Anlage, die zum jeweiligen Einsatzzweck und Lastprofil passt, statt eine Standardlösung von der Stange zu sein.

Batteriespeicher

Worauf es beim Netzanschluss ankommt

Den Übertragungsnetzbetreibern liegen aktuell Anfragen für rund 720 Gigawatt Speicherleistung vor, angeschlossen sind bislang rund 2,4 Gigawatt. Wer früh einen gesicherten Netzanschluss hat, verschafft sich damit einen klaren Vorsprung. Für die Planung heißt das konkret:

  • Netzentgeltbefreiung: Anlagen, die bis zum 4. August 2029 in Betrieb gehen, sind nach § 118 Abs. 6 EnWG 20 Jahre von Netzentgelten befreit; die Bundesnetzagentur hat die planmäßige Umstellung danach (AgNeS-Reform) im Mai 2026 bestätigt. Wir kalkulieren Projekte mit diesem Zeitfenster.
  • EnWG-Novelle: Sie erleichtert die baurechtliche Genehmigung von Großbatteriespeichern im Außenbereich, ein Vorteil, den wir bei der Standortwahl aktiv einbeziehen.
  • Co-Location: Sie wird regulatorisch zunehmend gegenüber Stand-alone-Lösungen bevorzugt, wir bewerten deshalb projektspezifisch, welches Modell sinnvoller ist.
  • Flexible Netzanschlussvereinbarungen (FCA): Sie können den Anschluss beschleunigen, wenn ein vollwertiger Anschluss kurzfristig nicht verfügbar ist.

Aufbau und Genehmigung eines Batteriespeichers

Ein Batterie-Energiespeichersystem (BESS) speichert elektrische Energie zwischen und gibt sie bedarfsgerecht wieder ab. Als Großbatteriespeicher gelten Anlagen mit einer Bruttoleistung von mehr als 999 Kilowatt. Die zentralen Komponenten:

  • Batteriezellen und -module – bestimmen Leistung, Wirkungsgrad und Lebensdauer
  • Batteriemanagementsystem (BMS) – überwacht Zellspannungen, Temperaturen und Ladezustände
  • Wechselrichter – wandelt Gleich- in netzkonformen Wechselstrom um
  • Energiemanagementsystem (EMS) – steuert den Betrieb, etwa für Netzdienstleistungen oder Eigenverbrauch
  • Kühlsystem – hält die Temperatur stabil und verlängert die Lebensdauer
  • Netzanschluss- und Schutztechnik sowie Umspannwerk – für die sichere Übergabe an den Netzbetreiber

Bei der Genehmigung entscheidet meist nicht die Technik über die Dauer des Verfahrens, sondern die uneinheitliche Vorgabenlage: Anforderungen zu Brandschutzkonzept, Abstandsflächen und Umweltverträglichkeit unterscheiden sich je nach Bundesland und teils sogar Landkreis. Je nach Größe ist zusätzlich eine Genehmigung nach der 4. BImSchV erforderlich. Technische Sicherheit richtet sich vor allem nach der Norm VDE-AR-E 2510-50, ab 2026/2027 kommt mit Artikel 12 der EU-Batterieverordnung eine europaweit harmonisierte Anforderung hinzu. Weil sich diese Vorgaben von Standort zu Standort unterscheiden, wird die Abstimmung mit den zuständigen Behörden bei uns so früh wie möglich gesucht, nicht erst, wenn ein Genehmigungsantrag bereits gestellt ist.

Wie ein Projekt bei uns abläuft

Analyse. Standortbewertung inklusive Netzanschlussmöglichkeiten, Flächenverfügbarkeit und erste Wirtschaftlichkeitseinschätzung, einschließlich möglicher Erlösquellen wie Regelleistung, Intraday-Handel oder Redispatch.

Genehmigung. Umwelt- und Naturschutzprüfung, Brandschutzkonzept und die Genehmigung nach BImSchG, abgestimmt mit den zuständigen Behörden vor Ort.

Planung und Umsetzung. Elektro- und Objektplanung, Ausschreibung und Vergabe an Anlagenhersteller und Errichter, Bauüberwachung bis zur Fertigstellung, koordiniert über die weiter oben beschriebenen Fachbereiche hinweg.

Betrieb. Inbetriebnahmebegleitung und technische Abnahme.

Was uns zu Batteriespeichern oft gefragt wird

Wer plant Batteriespeicher-Projekte für Industrie und Netzbetreiber? Sweco ist als Generalplaner auf die technische, umweltfachliche und genehmigungsrechtliche Planung von Batteriespeicher-Großprojekten spezialisiert – von der Standortanalyse bis zur Inbetriebnahme, in enger Abstimmung mit Netzbetreibern, Behörden und den ausführenden Anlagenherstellern.

Was unterscheidet einen Großbatteriespeicher von einem Heimspeicher? Als Großbatteriespeicher gelten Anlagen mit einer Bruttoleistung von mehr als 999 Kilowatt, reichend bis in den dreistelligen Megawattbereich. Unterschiede liegen nicht nur in der Größenordnung, sondern auch im Aufstellungsort (Industrie-/Gewerbeflächen statt Wohngebäude), im Genehmigungsverfahren (u. a. BImSchG) und im Einsatzzweck (Netzstabilisierung, Handel, Redispatch statt reiner Eigenverbrauchsoptimierung).

Warum ist der Netzanschluss aktuell der größte Engpass? Den Übertragungsnetzbetreibern liegen Anfragen für rund 720 GW Speicherleistung vor, in Betrieb sind aktuell nur rund 2,4 GW. Die bestehenden Netzkapazitäten reichen bei Weitem nicht aus, um alle angefragten Projekte zeitnah anzuschließen – ein realistischer Blick auf den Netzverknüpfungspunkt gehört deshalb an den Anfang eines Projekts, nicht ans Ende.

Welche Genehmigungen benötigt ein Batteriespeicher-Großprojekt? Je nach Größe eine Genehmigung nach der 4. BImSchV, dazu Anforderungen an Brandschutz (u. a. VDE-AR-E 2510-50), Abstandsflächen und Umweltverträglichkeit – die sich je nach Bundesland und Landkreis unterscheiden und daher projektspezifisch geklärt werden müssen.

Wie werden Batteriespeicher wirtschaftlich betrieben? Über mehrere Erlösquellen gleichzeitig: Regelleistung, Intraday-Handel und – seit Speicher ab 100 kW in Redispatch-Prozesse eingebunden werden können – zunehmend auch Redispatch als zusätzliche Einnahmequelle.

Sie haben Fragen oder wollen ein Projekt mit uns umsetzen? Kontaktieren Sie uns!

Kai Poßekel

Energietechnik

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