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Multi-Space-Office im Mediapark

„Neue Arbeitswelten“ Sweco Köln

Büroflächen sind heute weit mehr als reine Arbeitsorte: Sie sind Ausdruck von Kultur, Haltung und Identität eines Unternehmens. Mit den Neuen Arbeitswelten @ Sweco im Mediapark in Köln wurde ein Arbeitsumfeld geschaffen, das die Identität des schwedischen Architektur- und Ingenieurbüros sichtbar macht, interdisziplinäre Zusammenarbeit fördert und die Attraktivität als Arbeitgeber nachhaltig stärkt.

Meetingraum, Sweco Köln – Bildschirm mit Grundrissplan, Plywood-Hocker und Vorhang in Orange

Fakten zum Projekt

  • Auftraggeber

    Sweco GmbH

  • Ort

    Im Mediapark 4 E, 50670 Köln

  • Projektzeitraum

    2025 – 2026

  • Fachbereiche

    Innenarchitektur

  • Fotograf

    Lars Gruber

  • Unsere Leistungen

    Innenarchitektur LPH 8

  • Fachplaner:

    Henke Siassi Evers, LPH 5–8; TGA-Planung: DSTR Plan, LPH 5–8

  • Mietfläche:

    1.687 m²

Multi-Space-Office nach dem Activity-Based-Working-Prinzip

Im Rahmen des Projekts wurden zwei bestehende Bürogeschosse umfassend umgebaut und in ein zeitgemäßes Multi-Space-Office nach dem Activity-Based-Working-Prinzip überführt. Der runde bzw. halbrunde Grundriss verbindet, öffnet und verschließt sich, wächst und schrumpft flexibel und bietet über einen Innenhof Orientierung und Einblicke.

Shared-Economy-Konzept für 120 Mitarbeitende

Das Konzept basiert auf einer Shared-Economy-Logik mit einer Basis-Ratio von ca. 67 % und berücksichtigt zugleich zukünftiges Wachstum durch die flexible Anpassbarkeit der Ratio nach unten. Die aktuelle Auslastung liegt im Durchschnitt bei rund 50 %, wodurch bereits heute eine effiziente und zugleich zukunftsfähige Flächennutzung erreicht wird. Ziel war es, eine Arbeitswelt für 120 Mitarbeitende zu schaffen, in der je nach Aufgabe, Teamkonstellation und persönlichem Bedarf der passende Ort gewählt werden kann.

Entstanden ist ein differenziertes Raumangebot mit Einzelbüros, Teamflächen, Think Tanks, Touch-Down-Arbeitsplätzen, Konzentrationsbereichen, Meeting-Räumen, Pausenräumen, Küchen und Loungebereichen. Ergänzt werden diese durch Workshopflächen, Rückzugsbereiche und Nebenräume. Die räumliche Nähe der Zonen unterstützt kurze Wege, hohe Flexibilität und eine vielseitige Nutzung im Arbeitsalltag. Im Mittelpunkt der Gestaltung stand die räumliche Übersetzung von Identität und Miteinander.

Sweco Köln Bürokonzept – Offener Workspace mit Mesh-Stühlen vor Holzlamellenwand
Sweco Köln Bürokonzept – Lounge-Ecke

Neue Arbeitswelten Sweco Köln – Farbiger Grundriss mit Raumbezeichnungen der neuen Bürofläche

Empfangsbereich und Pausenraum als Begegnungsorte

Das Büro wurde so konzipiert, dass Austausch, Begegnung und Zusammenarbeit auf unterschiedlichen Ebenen gefördert werden. Der Empfangsbereich bildet als repräsentative Visitenkarte des Büros den ersten räumlichen Eindruck und transportiert die Corporate Identity sowie die architektonische Haltung von Sweco in den Raum. Angrenzende Besprechungsräume strukturieren den Besucher- und Büroverkehr und schaffen zugleich einen offenen, einladenden Auftakt. Als sozialer Mittelpunkt ergänzt der große Pausenraum diesen Ansatz um einen Ort der informellen Begegnung, des Austauschs und der gemeinsamen Nutzung im Alltag. Er dient nicht nur dem Mittagessen, sondern auch Pausen, Gesprächen, Vorträgen und Workshops und stärkt damit das Gemeinschaftsgefühl innerhalb des Büros.

Material- und Farbkonzept als Ausdruck von Miteinander

Auch in der Material- und Farbgestaltung wird das Prinzip des Miteinanders räumlich sichtbar: Teppich, Einbauten und Wandflächen gehen ohne harte Trennung ineinander über und verbinden unterschiedliche Funktionsbereiche zu einem zusammenhängenden Ganzen. Auf bewusste gestalterische Raumgrenzen wird verzichtet; stattdessen stehen die Farben symbolisch für die verschiedenen Teams und schaffen durch fließende Übergänge eine harmonische Verbindung zwischen den Bereichen. So entsteht ein offenes, flexibles Raumgefüge, das Austausch ermöglicht und die Teams in ihrer täglichen Nutzung und Anpassungsfähigkeit unterstützt.

Gestalterisch verbindet das Projekt skandinavische Klarheit mit Kölner Lokalkolorit und schafft so eine Atmosphäre, die professionell, einladend und identitätsstiftend wirkt. Die präzise abgestimmte Material- und Farbwelt fördert Orientierung, Zugehörigkeit und Aufenthaltsqualität. Das Ergebnis ist mehr als ein Büro: Es ist ein zukunftsorientierter Arbeits- und Begegnungsort, der Zusammenarbeit stärkt, nachhaltigen Wandel spürbar macht und die neue Arbeitswelt von Sweco räumlich erlebbar werden lässt.

Nachhaltiges Gestaltungskonzept

Nachhaltiges Gestaltungskonzept

Auch Nachhaltigkeit war ein integraler Leitgedanke des Projekts. Die effizientere Flächennutzung durch Sharing Economy, sensorgesteuerte LED-Beleuchtung sowie der Einsatz konsequent wiederverwertbarer Materialien, Mietmöbel und modularer Einbauten bilden den Rahmen für eine ressourcenschonende Umsetzung. Bestehendes Mobiliar wurde integriert und verleiht den Räumen Charakter, Authentizität und eine sichtbare Geschichte.

Für die neuen Büroflächen wurde außerdem ein spezifisch entwickeltes Mülltrennsystem implementiert, das auf individuelle Abfallbehälter unter den Schreibtischen verzichtet und stattdessen zentrale Mülltrennpunkte an verschiedenen Standorten im Büro vorsieht. Ebenfalls wurde großen Wert auf eine qualitätsvolle Begrünung gelegt: Die sorgfältig platzierten Pflanzen übernehmen Funktionen als Raumteiler, gestalterische Akzente und Orientierungspunkte und tragen wesentlich zu einer angenehmen und identitätsstiftenden Arbeitsatmosphäre bei.

Neue Arbeitswelten Sweco Köln – Küchenbereich mit hängenden Pflanzentrennwänden

Maßnahmen im Überblick

  • Planung einer Bürofläche für 120 Mitarbeitende
  • Officeflächen im „New Work-Prinzip“
  • Sharing Economy Einzelbüros
  • Teamflächen und Think Tanks
  • Touch-Down Arbeitsplätze und Konzentrationsbereiche
  • Meeting-Räume und Pausenräume
  • „EssBar“ und Küchen
  • Loungebereich und Workshopflächen
  • Rückzugsbereiche und Nebenräume

Besonderheiten:

Neugestaltung der Multispace-Officeflächen im Activity-Based-Working-Prinzip, Sharing Economy, nachhaltige Materialien, Pflanzenkonzept. BIM bis LPH 3.

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