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Trinkwasserkammer des Hochbehälters Günzburg mit blau pigmentierter Beschichtung

Trinkwasserspeicher, Günzburg – Instandsetzung des Hochbehälters

Auftraggeber

Stadtwerke Günzburg KU

Ort

Günzburg, Bayern

Projektdauer

2015 – 2017

Nutzvolumen

2.000 m³

Instandgesetzte Fläche

1.690 m² (Decke, Wände, Boden)

Leistungen

Objektplanung Ingenieurbauwerke Lph. 1 – 9, örtliche Bauüberwachung

SDG 6: Sauberes Wasser und Sanitäreinrichtungen
SDG 9: Industrie, Innovation und Infrastruktur

Die Trinkwasserkammer eines Hochbehälters der Stadtwerke Günzburg war nach rund 45 Jahren Betrieb stark abgenutzt. Sweco plante die Instandsetzung von der Zustandsanalyse bis zur Bauüberwachung, mit einer rein mineralischen Beschichtung nach trinkwasserhygienischen Anforderungen.

Instandsetzung der Trinkwasserkammer

Die Beschichtung der Trinkwasserkammer der Stadtwerke Günzburg, Baujahr 1970, bedurfte einer Sanierung. Die nach Jahren des Gebrauchs stark abgenutzten Decken-, Wand- und Bodenbeschichtungen des Hochbehälters mussten abgetragen und erneuert werden.

Durch eine Zustandsanalyse wurde der Instandsetzungsbedarf der Trinkwasserkammer bestimmt. Darauf basierend entwickelte Sweco ein Instandsetzungs- und Hygienekonzept für die Decken-, Wand- und Bodenbeschichtungen mit einer Gesamtfläche von 1.690 m².

Das Instandsetzungskonzept umfasste:

  • die Betoninstandsetzung
  • die Ertüchtigung einer umlaufenden Dehnfuge nach trinkwasserhygienischen Anforderungen
  • die Erneuerung der Rohrleitungstechnik

Bis zu 50 Jahre nach der Instandsetzung ist ein hygienisch einwandfreier Betrieb des Hochbehälters gewährleistet.

Mineralische Beschichtung ohne Kunststoffzusätze

Mineralische Beschichtung ohne Kunststoffzusätze

Die Wasserkammer erhielt eine zementgebundene Beschichtung mit bläulicher Pigmentierung (Typ 1 ohne Kunststoffzusätze). Die Pigmente sind rein mineralischen Ursprungs.

Die blaue Pigmentierung ist in diesem Zusammenhang nicht nur attraktiv, sondern bewirkt auch, dass das eisenhaltige Wasser weniger Spuren auf der Oberfläche hinterlässt.

Trinkwasserkammer des Hochbehälters Günzburg mit blau pigmentierter Beschichtung

Wofür Trinkwasserbehälter gebraucht werden

Trinkwasserbehälter speichern das aufbereitete Wasser zwischen Wasserwerk und Leitungsnetz. Wasserwerke fördern über den Tag relativ gleichmäßig, der Verbrauch schwankt dagegen stark, mit Spitzen am Morgen und am Abend. Die Behälter gleichen diese Unterschiede aus. Hochbehälter liegen zudem höher als das Versorgungsgebiet und erzeugen so den nötigen Druck im Netz. Außerdem halten sie eine Reserve für Störungen und Löschwasser für die Feuerwehr bereit.

Weil das Wasser ständig mit Wänden, Decke und Boden in Kontakt ist, gelten für Trinkwasserbehälter strenge Hygieneanforderungen, unter anderem nach dem DVGW-Arbeitsblatt W 300. Die Oberflächen müssen dicht und glatt sein und dürfen keine Stoffe abgeben, von denen sich Mikroorganismen ernähren können. Deshalb kommen bei der Instandsetzung häufig rein mineralische Beschichtungen wie in Günzburg zum Einsatz.

Wie alle Bauwerke altern auch Trinkwasserbehälter. Beton, Fugen und Beschichtungen nutzen sich ab, Rohrleitungen und Armaturen erreichen das Ende ihrer Lebensdauer. Eine Zustandsanalyse zeigt, was erneuert werden muss, und mit einer gezielten Instandsetzung bleibt der Behälter über Jahrzehnte hygienisch einwandfrei nutzbar.

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