Healthy Streets and Cities

Welcher Weg ist der richtige? Gesundheitsfördernde Optionen für Straßen und Städte – “Shared-Speed“-Konzept, Straßenflächen und mehr für eine lebenswerte Zukunft

Angaben der UN zufolge werden 2050 voraussichtlich 70 % der Weltbevölkerung, also 7 Milliarden Menschen, in Städten leben. Wenn sich die Gestaltung unserer Städte mit der steigenden Einwohnerzahl nicht ändert, werden gesundheitliche Probleme weiter zunehmen. Im Urban Insight Artikel untersuchen wir wichtige gestalterische Strategien, mit denen Straßen zu gesundheitsförderlichen Orten umgestaltet werden können. Außerdem betrachten wir neue Mobilitätskonzepte als einen entscheidenden Faktor für den Übergang zu gesünderen und nachhaltigen Städten.

Die im Artikel vorgestellten Gestaltungsstrategien tragen dazu bei, mehrere der UN-Ziele für nachhaltige Entwicklung zu erreichen, insbesondere Ziel 3 (Gesundheit und Wohlergehen), Ziel 5 (Geschlechtergleichheit) und Ziel 9 (Industrie, Innovation und Infrastruktur) sowie Ziel 10 (Weniger Ungleichheiten), Ziel 11 (Nachhaltige Städte und Gemeinden) und Ziel 13 (Maßnahmen zum Klimaschutz).

„Shared Speed“

Das „Shared Speed“-Konzept schlägt vor, dass für verschiedene Verkehrsmittel im städtischen Bereich die gleiche oder eine ähnliche Geschwindigkeitsbeschränkung gilt. Fußgänger und Radfahrer können ihre Geschwindigkeit nur begrenzt erhöhen, während sich dem motorisierten Verkehr eine viel größere Spanne bietet. Dies wäre weniger problematisch, wenn die Geschwindigkeit keinen Einfluss auf die Flächennutzung und -planung hätte.

Zur Kernstrategie gehört es, die verschiedenen Verkehrsteilnehmer innerhalb einer Stadt in Bezug auf ihre Geschwindigkeitsbeschränkungen gleichberechtigt zu behandeln – ob nun Fußgänger oder Autofahrer. Eine Gestaltungstaktik, die wir „Shared Speed“ nennen, erklärt David Lindelöw, Verkehrsplaner bei Sweco im schwedischen Göteborg und einer der Autoren des Artikels.

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Shared speed and proximity in a city. Illustration by Sweco.

Die Anpassung des Geschwindigkeitsniveaus durch gestalterische und technologische Mittel in innerstädtischen Straßen, führt zu weniger Emissionen, weniger Unfällen und weniger Stress. Stadtplaner und Architekten werden dadurch auch gezwungen, in neuen Bahnen zu denken: Sie müssen in räumlicher Nähe denken, wie in der „15-Minuten-Stadt“; ein neu gestalteter Straßenraum für mehr soziale Begegnungen und mehr soziales Engagement, in dem sich alle Bürger*innen sicher fühlen können.

Den vollständigen Artikel in englischer Sprache finden Sie hier.