
GIS für nachhaltige Entscheidungen: So unterstützen Geoinformationssysteme die Planung von morgen
Wie Geodaten helfen, nachhaltige Lösungen für Stadt‑, Raum‑ und Infrastrukturplanung zu entwickeln
Geografische Informationssysteme (GIS) spielen eine zentrale Rolle, wenn es darum geht, nachhaltige Entscheidungen in der Stadt‑, Raum‑ und Infrastrukturplanung zu treffen. Im Bereich GIS | Digital Solutions and Services bei Sweco arbeiten wir mit der Erfassung, Verwaltung, Analyse und Darstellung räumlicher Daten – also Daten, die einen Bezug zu einem Ort auf der Erde haben. Da schätzungsweise nahezu alle Projektdaten bei Sweco einen räumlichen Bezug aufweisen, kann in der Mehrheit der Projekte auch ein Geografisches Informationssystem sinnvoll eingesetzt werden, um die Nachhaltigkeit zu erhöhen. Dank unserer Erfahrung aus realisierten Referenzprojekten sehen wir unter anderen folgenden Einsatzmöglichkeiten von GIS im Kontext Nachhaltigkeit:
Geografische Informationssysteme zur Entscheidungsunterstützung und Transparenz
Daten aus unterschiedlichen Quellen können in einer gemeinsamen digitalen Karte oder einem 3D WebGIS (ein webbasiertes Geoinformationssystem, das räumliche Daten dreidimensional visualisiert) zusammengeführt werden. Durch die kombinierte Visualisierung von Projektdaten und öffentlich verfügbaren Geodaten, z. B. von Kommunen und Behörden, können fundierte und nachhaltige Entscheidungen in Bereichen wie Stadt- und Raumplanung und Infrastruktur unterstützt werden. Die Karten können sowohl intern im Projekt als auch öffentlich zugänglich in einem WebGIS eingesetzt werden. So werden Projektpartner, Kunden und Bürger*innen transparent einbezogen.

Darstellung der Neupflanzung von Bäumen in einer 3D WebGIS. © Open Data – LOD2 und Baumkataster, Frankfurt am Main“: Datenlizenz Deutschland – Namensnennung – Version 2.0: DL-DE->BY-2.0 – GovData
Nachhaltiges Ressourcenmanagement mit GIS
Eine nachhaltige Nutzung von Ressourcen ist ein zentraler Bestandteil zukunftsfähiger Planung. Geoinformationssysteme bieten einen Überblick über Ressourcen, um nachhaltige Entscheidungen zu treffen. Anhand von Informationen über Naturschutzgebiete, Wasserverfügbarkeit, Sonneneinstrahlung oder Windgeschwindigkeit können zum Beispiel Potenziale für erneuerbare Energien mithilfe von GIS modelliert werden.
Im städtischen Bereich können mit GIS Wärmeplanungen erstellt und als Dashboards visualisiert werden. Zudem lassen sich Baulücken identifizieren, um Städte nachhaltig zu verdichten, anstatt neue Naturflächen für Neubauten in Anspruch zu nehmen.

Modellierte Sonneneinstrahlung für die Potenzialanalyse von Photovoltaikanlagen.

Dashboards für die Nachhaltige Wärmeplanung für Netze Duisburg.

GIS-Analyse zur Identifikation von Baupotenzialen. Die Ergebnisse wurden im Open-Data-Portal des Kreises Kleve publiziert.
GIS für Umwelt- und Klimaschutz: Datenbasierte Lösungen
Der Klimawandel ist real und beeinflusst bereits heute unsere Lebensräume. Mithilfe von GIS kann nachhaltiger geplant und gebaut werden. In Städten können Grünflächen und Bäume während Hitzewellen zur Abkühlung beitragen. Mittels GIS lässt sich z. B. die Vegetation anhand von Luftbildern automatisch klassifizieren, um Stadtgebiete zu identifizieren, in denen Nachpflanzungen sinnvoll wären.
Aus Punktwolken lassen sich digitale Geländemodelle erstellen, die eine wichtige Grundlage für die Simulation von Starkregen- und Überschwemmungsrisiken bilden. Werden unterschiedliche Daten in einem gemeinsamen System gespeichert, können umfassende räumliche Analysen durchgeführt werden. So lässt sich besser verstehen, welche Gebäude, Infrastrukturen, Stadtgebiete und Bevölkerungsgruppen besonders stark vom Klimawandel betroffen sind. Auf Basis dieser Erkenntnisse können gezielte Maßnahmen ergriffen werden, zum Beispiel das Pflanzen von Bäumen oder hochwassersicheres Bauen.

Die Kartierung von Luftbildern zur Erfassung von Vegetation und Bäumen für die Durchführung einer Wärmeinselanalyse.
Fazit: GIS als Schlüssel für nachhaltige Planung
Geografische Informationssysteme (GIS) bieten eine leistungsfähige Grundlage, um Nachhaltigkeit in Planung, Bau und Betrieb systematisch zu verankern. Durch die Verknüpfung, Analyse und Visualisierung räumlicher Daten unterstützen sie transparente Entscheidungen, einen verantwortungsvollen Umgang mit Ressourcen sowie wirksame Maßnahmen im Umwelt‑ und Klimaschutz. Damit leisten GIS‑basierte Lösungen einen wichtigen Beitrag zur nachhaltigen Entwicklung von Städten, Infrastrukturen und Lebensräumen.
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Michael Pomberg
GIS-Service



