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Starkregenbetrachtungen

Starkregenbetrachtungen – Starkregenvorsorge und Risikomanagement für Kommunen

Schon jetzt kommt es in Deutschland immer öfter zu Starkregenereignissen, bei denen innerhalb kürzester Zeit große Niederschlagsmengen herabstürzen. Urbane Sturzfluten und Überschwemmungen mit verheerenden Schäden sind die Folge. Umso wichtiger ist eine klare Strategie für einen langfristigen und nachhaltigen Umgang mit Starkregen – von der Gefährdungsanalyse über ein systematisches Starkregenrisikomanagement bis hin zu naturbasierten Lösungen wie dem Schwammstadt-Prinzip. Dabei unterstützen Sie Swecos Expert*innen mit Starkregenbetrachtungen, Gefährdungsanalysen und konkreten Konzepten zur Starkregenvorsorge.

Starkregen und urbane Sturzfluten – Gefährdungsanalyse und Management

Vorsorge vor Starkregen beginnt mit guter räumlicher und technischer Planung. Wir bieten Ihnen verschiedene Ansätze zur Gefährdungsanalyse und Risikoanalyse von Starkregen und urbanen Sturzfluten.

Drei Ansätze zur Gefährdungsanalyse

  • Vereinfachte Gefährdungsanalyse: Überflutungsgefährdete Bereiche werden anhand verfügbarer Gebietsinformationen und Ortsbegehungen identifiziert.
  • Topographische Gefährdungsanalyse: Eignet sich für die Lokalisierung von Fließwegen und Geländesenken, in denen sich das Regenwasser sammelt – Grundlage für individuelle Lösungsansätze im integrativen Risikomanagement.
  • Hydrodynamische Gefährdungsanalyse: Liefert die genauesten und aussagekräftigsten Ergebnisse. Mit gekoppelten Oberflächen- und Kanalnetzmodellen werden lokale Oberflächenabflüsse während eines Starkregenereignisses simuliert und die Wechselwirkungen mit Entwässerungssystemen, Kanalnetzen und Gewässern einberechnet

Was ist Starkregen? Definition nach DWD-Warnstufen

Was ist Starkregen? Definition nach DWD-Warnstufen

Nach Definition des Deutschen Wetterdienstes (DWD) gilt Regen ab 15 mm in einer Stunde bzw. 20 mm in sechs Stunden als Starkregen (Warnstufe 1, markante Wetterwarnung). Ab 25 mm/h bzw. 35 mm/6h spricht man von heftigem Starkregen (Stufe 2, Unwetterwarnung), ab 40 mm/h bzw. 60 mm/6h von extremem Starkregen (Stufe 3, extreme Unwetterwarnung). Diese Schwellenwerte bilden die fachliche Grundlage für Gefährdungsanalysen und Starkregenrisikomanagement.

Für die Praxis reichen diese Schwellenwerte allein jedoch nicht aus: Ob ein Starkregenereignis tatsächlich zu Überflutungen führt, hängt maßgeblich vom Versiegelungsgrad, der Topographie und der Kapazität des lokalen Kanalnetzes ab. Genau hier setzt die Arbeit von Sweco an – unsere Expert*innen übersetzen die DWD-Warnstufen in konkrete, ortsbezogene Gefährdungs- und Risikokarten und zeigen auf, an welchen Stellen im Stadtgebiet bereits geringere Regenmengen kritisch werden können. So entsteht aus einer meteorologischen Definition eine belastbare Planungsgrundlage für Kommunen und Infrastrukturbetreiber

Straßenablauf bei Starkregen

Schwammstadt-Prinzip als Lösungsansatz für urbane Starkregenvorsorge

Über die reine Gefährdungsanalyse hinaus setzt Sweco auf das Schwammstadt-Prinzip: eine naturbasierte Lösung, die Regenwasser dort zurückhält, wo es anfällt, und so Überflutungen und Wasserschäden verlangsamt. Blau-grüne Infrastruktur – sichtbare Wasserflächen und Vegetation – wird dabei mit grauer Infrastruktur wie Rückhaltebecken kombiniert, sodass Grünflächen, Bäume und durchwurzelbare Böden aktiv zur Regenwasserbewirtschaftung beitragen. Für Kommunen bedeutet das: weniger versiegelte Flächen, mehr Aufenthaltsqualität und eine deutlich höhere Resilienz gegenüber Starkregenereignissen. Damit leistet das Schwammstadt-Prinzip auch einen direkten Beitrag zu den Anforderungen des seit 2024 geltenden Klimaanpassungsgesetzes (KAnG), das Länder und Kommunen zu einer systematischen Klimaanpassungsstrategie verpflichtet.

Schwammstadtprinzip – Die blau-grüne Infrastruktur als Instrument zur Klimaanpassung im urbanen Raum am Beispiel der Stadt Stockholm

Zum Weiterlesen: In unserem Blogartikel „Das Schwammstadtprinzip“ erläutert unser Experte Stephan Ellerhorst, wie skandinavische Stadtplanungskonzepte – etwa Stockholms langjährige Erfahrung mit Baumrigolen und durchwurzelbarem Untergrund – als Vorbild für deutsche Städte dienen können.

Unsere Leistungen in der Starkregenbetrachtung

  • Technische & raumbezogene Vulnerabilitätsanalysen
  • Gekoppelte Oberflächensimulation & Kanalnetzsimulationen
  • Gefährdungskarten- & Risikokarte
  • Integriertes Risikomanagement
  • Hochwasserrisikomanagement
  • Generalentwässerungsplanung
  • Technische & raumplanerische Maßnahmen zur Klimaanpassung
  • Regenwasserbewirtschaftung & Regenwasserbehandlung
  • Technischer Hochwasserschutz

Gefährdungsanalyse mit modernster Modellierungs- und Analysesoftware

Für die Gefährdungsanalyse steht uns modernste Modellierungssoftware und Analysesoftware zur Verfügung (u. a. MIKE URBAN/MIKE FLOOD, HYSTEM-EXTRAN 2D, KANAL++/GeoCPM). Auf Grundlage der Ergebnisse ermitteln wir überflutungsgefährdete Flächen sowie Schadenspotenziale, legen geeignete Einstauflächen fest und benennen raum-, infrastruktur- und objektbezogene Maßnahmen zur Überflutungsvorsorge.

Sie haben Fragen oder wollen ein Projekt mit uns umsetzen? Kontaktieren Sie uns!

Stephan Ellerhorst

Stephan Ellerhorst

Wasserwirtschaft & -infrastruktur

Häufig gestellte Fragen zu Starkregenbetrachtungen

Ab wann spricht man von Starkregen?

Nach DWD-Definition ab 15 mm Niederschlag pro Stunde bzw. 20 mm in sechs Stunden (siehe Warnstufen oben). Bereits deutlich geringere Mengen können in versiegelten urbanen Gebieten zu Überflutungen führen.

Ist Starkregenrisikomanagement für Kommunen verpflichtend?

Eine bundesweit einheitliche Pflicht existiert bisher nicht, einzelne Bundesländer (z. B. Nordrhein-Westfalen, Baden-Württemberg) empfehlen oder fördern kommunales Starkregenrisikomanagement jedoch aktiv, und das seit 2024 geltende Klimaanpassungsgesetz (KAnG) verpflichtet Länder und Kommunen zu Klimaanpassungsstrategien, in die Starkregenvorsorge einfließt.

Was ist der Unterschied zwischen Starkregenrisikomanagement und Hochwasserschutz?

Hochwasserschutz bezieht sich auf Überflutungen durch über die Ufer tretende Gewässer, meist nach länger anhaltenden Niederschlägen. Starkregenrisikomanagement betrachtet dagegen kurzzeitige, lokal sehr intensive Niederschlagsereignisse („urbane Sturzfluten“), die unabhängig von Gewässernähe praktisch überall auftreten können. Beide Themen hängen eng zusammen und werden bei Sweco im Zusammenspiel betrachtet.

Was kostet eine Starkregengefährdungsanalyse?

Die Kosten hängen stark vom gewählten Analyseverfahren (vereinfacht, topographisch oder hydrodynamisch) sowie von Gebietsgröße und Datenverfügbarkeit ab. Sweco berät individuell und erstellt auf Anfrage ein konkretes Angebot.

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