
Großwärmepumpen – Planungsleistungen für Wärmenetze und Industrie
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Großwärmepumpen sind einer der wichtigsten Bausteine für die Dekarbonisierung der Wärmewende. Sweco plant Anlagen von kleineren Leistungsgrößen bis in den zweistelligen und dreistelligen Megawatt-Bereich – von der Nutzung von Umweltwärme aus Flusswasser, Luft oder Erdwärme über Abwärme aus Abwasser, Kläranlagenabläufen, Industrieprozessen und Rechenzentren bis hin zu Hochtemperatur-Wärmepumpen für industrielle Anwendungen. Unser Team begleitet Wärmenetzbetreiber, Stadtwerke und Industrieunternehmen durch den gesamten Planungsprozess – inklusive Kältemittelauswahl und Fördermittelberatung.
Multidisziplinäre Expertise für Ihre Großwärmepumpe
Die Planung einer Großwärmepumpe erfordert Fachwissen über mehrere Disziplinen hinweg: Wärmequellenerschließung, Kältetechnik und die Einbindung in Wärmenetze oder Industrieprozesse. Sweco plant Anlagen von kleineren Leistungsgrößen bis in den zweistelligen und dreistelligen Megawatt-Bereich.
Das Leistungsspektrum umfasst die Erschließung unterschiedlicher Wärmequellen – von Abwasser und Kläranlagenabläufen über Flusswasser, Luft und Erdwärme bis zu industrieller Abwärme und Abwärme aus Rechenzentren. Bei der Kältemittelauswahl werden sowohl die Effizienz (COP) als auch die aktuellen Anforderungen der F-Gase-Verordnung berücksichtigt, mit Fokus auf natürliche Kältemittel wie Ammoniak, Isobutan, CO₂ und Propan.
Was ist eine Großwärmepumpe?
Was ist eine Großwärmepumpe?
Als Großwärmepumpen werden Anlagen ab etwa 500 Kilowatt Leistung bezeichnet, die nach demselben Funktionsprinzip wie kleine Wärmepumpen arbeiten, aber ganze Quartiere, Fernwärmenetze oder industrielle Prozesse mit Wärme versorgen. Sie entziehen einer Wärmequelle Energie und heben sie mithilfe von Strom auf ein nutzbares Temperaturniveau – bei Hochtemperatur-Wärmepumpen für industrielle Prozesse auf über 200 °C.
Genutzte Wärmequellen:
- Umweltwärme: Flusswasser, Luft, Erdwärme
- Abwärme: Abwasser und Kläranlagenabläufe, industrielle Prozesswärme, Abwärme aus Rechenzentren

Aktueller Markt- und Förderrahmen
Großwärmepumpen erleben in Deutschland aktuell eine deutliche Marktdynamik: Anlagen werden inzwischen nicht mehr nur im niedrigen zweistelligen, sondern auch im hohen zweistelligen und dreistelligen Megawatt-Bereich realisiert und ausgeschrieben. Wärmenetzbetreiber und Industrieunternehmen setzen die Technologie zunehmend als zentralen Baustein ihrer Dekarbonisierungsstrategie ein.
Förderung über die BEW (Bundesförderung effiziente Wärmenetze): Großwärmepumpen sind ein zentraler Fördergegenstand der BEW. Relevant sind insbesondere:
- Modul 1: Förderung von Machbarkeitsstudien mit bis zu 50 % der Planungskosten (seit 1. April 2026 nur noch Machbarkeitsstudien, Transformationspläne sind in Modul 1 nicht mehr förderfähig)
- Modul 2: Investitionsförderung für die Anlagen selbst mit bis zu 40 % der förderfähigen Kosten
- Modul 4: Betriebskostenförderung für Wärmepumpen, die in Wärmenetze einspeisen, über bis zu 10 Jahre
Seit April 2026 läuft die Antragstellung über ein neues Online-Portal der Förderzentrale Deutschland, und die Effizienzbewertung von Wärmepumpen erfolgt nun über SCOP beziehungsweise JAZ statt über den früheren Gütegrad.
Kältemittel und F-Gase-Verordnung: Seit 1. Januar 2026 ist der Einsatz von Frischware mit einem GWP ab 2.500 für Wartung und Instandhaltung von Wärmepumpen verboten. In der Praxis bedeutet das einen klaren Trend zu natürlichen Kältemitteln – bei Großwärmepumpen vor allem Ammoniak (hohe Effizienz bei großen Leistungen), Isobutan, CO₂ und Propan. Wir berücksichtigen diese Entwicklung bereits in der Konzeptphase, um Anlagen langfristig investitionssicher zu planen.

Energiezentrale Cerdia, Freiburg – Großwärmepumpen für die Fernwärme
Im Freiburger Industriegebiet Nord betreibt die badenovaWÄRMEPLUS GmbH & Co. KG auf dem Betriebsgelände der Cerdia Produktions GmbH eine Abwärmeauskopplung, die bislang ein Niedertemperaturnetz mit einer Vorlauftemperatur von rund 55 °C versorgt hat – von der angrenzenden Messe bis zum Europa-Park-Stadion. Um die industrielle Abwärme des Chemieunternehmens Cerdia in deutlich größerem Umfang für die Fernwärme nutzbar zu machen, hat Sweco seit August 2023 als Generalplaner die neue Energiezentrale Cerdia realisiert.
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Kai Poßekel
EnergietechnikHäufige Fragen zu Großwärmepumpen
Sweco ist als Generalplaner auf die technische und wirtschaftliche Planung von Großwärmepumpen-Projekten spezialisiert – von der Potenzialanalyse über die Genehmigungsplanung bis zur Inbetriebnahmebegleitung. Das unterscheidet die Planungsleistung von Anlagenherstellern und Installationsbetrieben: Die passende Technologie und der passende Hersteller werden projektspezifisch ausgewählt, statt selbst Anlagen zu bauen oder zu vertreiben.
Grundsätzlich unterscheidet man zwischen Umweltwärme (Flusswasser, Luft, Erdwärme) und Abwärme (Abwasser und Kläranlagenabläufe, industrielle Prozesswärme, Abwärme aus Rechenzentren). Abwasser aus Kläranlagen eignet sich besonders gut, da es ganzjährig mit konstanter Temperatur zur Verfügung steht.
Seit 1. Januar 2026 ist der Einsatz von Frischware mit einem GWP ab 2.500 für Wartung und Instandhaltung von Wärmepumpen verboten. Bei Großwärmepumpen setzt sich daher zunehmend der Einsatz natürlicher Kältemittel wie Ammoniak, CO₂ und Propan durch – Ammoniak insbesondere bei größeren Leistungen aufgrund seiner hohen Effizienz.
Die wichtigste Förderung ist die Bundesförderung für effiziente Wärmenetze (BEW): Modul 1 fördert Machbarkeitsstudien mit bis zu 50 %, Modul 2 die Investition in die Anlage mit bis zu 40 %, Modul 4 zusätzlich die Betriebskosten über bis zu 10 Jahre, sofern die Wärmepumpe in ein Wärmenetz einspeist.
Die Kosten hängen stark von Wärmequelle, Anlagengröße, Kältemittel und dem Aufwand für die Einbindung in bestehende Netze oder Prozesse ab – eine pauschale Zahl gibt es daher nicht. Eine belastbare, projektspezifische Kosteneinschätzung liefert eine Machbarkeitsstudie, die zugleich die Fördermöglichkeiten über die BEW mit einbezieht.




