
Richtfest der neuen Klärschlamm-Monoverbrennungsanlage in Bielefeld
Veröffentlicht am: 24/04/2026
Am Donnerstag, 23. April 2026 fand das Richtfest der neuen Klärschlamm-Monoverbrennungsanlage in Bielefeld statt. Mit dem Richtfest hat der Neubau der MVA Bielefeld-Herford GmbH einen wichtigen Meilenstein erreicht, der im Beisein der gemeinsamen Projektpartner der Klärschlammverwertung OWL, des Projektteams sowie geladener Gäste gefeiert wurde. Das zukunftsweisende Projekt wird nicht nur zur effizienten Entsorgung von Klärschlämmen beitragen, sondern auch die Rückgewinnung des wertvollen Rohstoffs Phosphor ermöglichen. Sweco hat die Generalplanung übernommen sowie das Projektkommunikationssystem PKS NETPlan® bereitgestellt.
Regionale Zusammenarbeit für zukunftsfähige Klärschlammentsorgung
Der Bau dieser hochmodernen Anlage ist Ergebnis einer Kooperation von rund 80 Kommunen und kommunalen Betrieben in Ostwestfalen-Lippe. Seit 2020 arbeiten sie gemeinsam an einer langfristig sicheren Lösung der Klärschlammentsorgung. Das wegweisende Projekt verbessert nicht nur die Entsorgungssicherheit, sondern leistet auch einen positiven Beitrag zum Klimaschutz. Die Klärschlamm-Monoverbrennungsanlage in Bielefeld ist ein Beispiel für innovative Ansätze in der Abfallwirtschaft und Ressourcennutzung.
„Nachdem mit dem Setzen der ersten Kesselstütze im Sommer 2025 bereits ein erster wichtiger Meilenstein erreicht wurde, ist das Richtfest jetzt ein weiterer Schritt hin zu einer nachhaltigen Abfallwirtschaft in Bielefeld. Mit der neuen Klärschlamm-Monoverbrennungsanlage entsteht in Ostwestfalen-Lippe eine langfristig verlässliche und nachhaltige Lösung für die Klärschlammentsorgung. Die zentrale Behandlung des Klärschlamms vor Ort erhöht die Entsorgungssicherheit, schafft Planungssicherheit für die Kommunen und reduziert Transportwege sowie damit verbundene Emissionen.“
Kai Poßekel, Bereichsleiter Energie bei Sweco
Energieeffiziente Klärschlammverwertung für nachhaltige Fernwärme
Die neue Monoverbrennungsanlage wird bis zu 35.000 Tonnen Klärschlamm pro Jahr thermisch verwerten. Aus der Verbrennung des Klärschlamms können jährlich bis zu 65.000 Megawattstunden (MWh) Fernwärme und 24.000 MWh Strom erzeugt werden. Ein wesentlicher Teil der Wärme wird in das Fernwärmenetz eingespeist und ermöglicht die grüne Fernwärmeversorgung von bis zu 4.400 Haushalten. Die Anlage steht damit für eine klimafreundliche, ressourceneffiziente Infrastruktur, in der Klärschlamm energetisch genutzt und Phosphor als wertvoller Rohstoff zurückgewonnen wird.



