
Artenspürhunde im Einsatz: Vierbeinige Helfer für den Artenschutz
Wie speziell ausgebildete Hunde bei Sweco bedrohte Tierarten aufspüren und den Schutz von Biodiversität unterstützen
Bei Sweco haben wir nicht nur erfahrene Umweltplaner*innen, die sich mit dem Thema Natur- und Artenschutz beschäftigen. Mittlerweile unterstützen auch zwei besonders nasenstarke Kollegen das Team: die Artenspürhunde Anton und Fibi. Gemeinsam mit ihren Herrchen und Frauchen helfen sie dabei, seltene Tierarten zu finden, wenn zum Beispiel neue Infrastruktur geplant ist. Je nach Zielart kann dies für Menschen zeitaufwendig oder gar unmöglich sein.
Anton war der erste Artenspürhund bei Sweco und hat bereits an vielen Projekten mitgearbeitet. Zukünftig bekommt er Unterstützung von Fibi, die Swecos zweiter zertifizierter Artenspürhund wird.


Artenspürhund Anton: ein Pionier für den Artenschutz bei Sweco
Neben vielen zweibeinigen Artenschutzgutachter*innen arbeitet bereits seit mehreren Jahren ein zertifizierter Artenspürhund für Sweco. Anton ist ein italienischer Wasserhund (Lagotto Romagnolo) und begleitet unseren Kollegen Patrick Leopold bei Aufträgen in ganz Deutschland. Als Team helfen sie dabei, bedrohte Arten wie Schlingnattern, Zaun- oder Mauereidechsen zu finden oder europaweit geschützte Brutbäume von Eremit oder Hirschkäfer zu identifizieren.

„Das Motto unseres Trainerteams ist: Ich rieche was, was Du nicht siehst“, erklärt Patrick Leopold. Das bringt die Arbeit von Anton auf den Punkt: Artenspürhunde können versteckt lebende Tier- oder Pflanzenarten viel schneller, effizienter und zuverlässiger finden als Menschen, besonders in unübersichtlichen Lebensräumen.
Schutz der Artenvielfalt: Antons Weg als Artenspürhund bei Sweco
Antons Weg in die Spürhundearbeit begann, als Patricks Familie beschloss, sich einen Hund anzuschaffen, der aktiv sein sollte und sich vielleicht sogar nützlich machen könnte. Der Lagotto Romagnolo, der traditionell zur Trüffelsuche eingesetzt wird, erwies sich als perfekte Wahl. In einer speziellen Ausbildung lernte Anton, seltene Tierarten anzuzeigen. Hat der Artenspürhund etwas entdeckt, wird er ausgiebig gelobt, erhält eine extra Streicheleinheit und auch gerne mal ein Leckerli.
Nach mehreren Jahren Training und Zertifizierung ist Anton mittlerweile ein geschätzter Teil der Artenschutzarbeit von Sweco. Seit 2023 hat Anton Sweco bei zahlreichen Projekten unterstützt, zum Beispiel im Rahmen einer Baufeldfreimachung für ein neues Wohnquartier oder bei verschiedenen Bahnprojekten.
„Die Arbeit mit dem Suchhund ist eine Teamaufgabe“, sagt Patrick. „Meistens lernt nicht nur der Hund. Es wird nie langweilig, da ständig neue Zielarten hinzukommen und wir kontinuierlich neue Erkenntnisse zu den Gerüchen gewinnen.“
Verstärkung für den Artenschutz: Artenspürhund Fibi in Ausbildung
Anton bekommt demnächst tierische Verstärkung: Mischlingshündin Fibi wird Swecos zweiter zertifizierter Artenspürhund und unterstützt bald Landschaftsökologin Eila Brunke beim Kartieren. Inspiriert von der gemeinsamen Arbeit ihres Teamleiters Patrick mit Spürhund Anton entschied sich Eila, auch ihren eigenen Hund auszubilden. Nach einem intensiven Training, das praktische Geruchsarbeit mit fundierter Theorie verbindet, steht Fibi kurz vor der Zertifizierung. Die offizielle Anerkennung als Spürhund wird voraussichtlich im März erfolgen.
„Ich habe Fibi beigebracht, mir durch Anspringen und Rückverweis ihre Funde anzuzeigen, während Anton neben seiner Zielart sitzt und bellt. Wenn wir zwei Artenspürhunde haben, können wir an viel mehr Projekten arbeiten als zuvor“, erzählt Eila im Interview mit der schwedischen Finanzzeitung Dagens Industri (Artikel in Schwedisch).

Fibi soll zukünftig bei Infrastrukturprojekten unterstützen, indem sie seltene Reptilien (wie die Schlingnatter) und Lebensräume von Arten wie Fledermäusen und Haselmäusen ausfindig macht. Mit ihrer „Einstellung“ erhält das Artenschutzteam von Sweco eine weitere hochqualifizierte vierbeinige Kollegin.
Gemeinsam zeigen die beiden Artenspürhunde von Sweco, wie Biodiversitäts- und Artenschutz mit Infrastrukturentwicklung erfolgreich zusammenwirken können.







