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25/03/2026

Lesezeit 6min

Gina Borchert

Gina Borchert

Marketing & Kommunikation

Juliane Plath über Leadership, den Wechsel in den operativen Bereich und neue Perspektiven bei Sweco

Juliane Plath über Leadership, den Wechsel in den operativen Bereich und neue Perspektiven bei Sweco

Der Wechsel vom Business Support in eine operative Leitungsfunktion bedeutet, näher an Projekten, Teams und Entscheidungen zu sein. Genau diesen Schritt hat Juliane Plath Anfang des Jahres gemacht. Angefangen als Communications Director leitet sie heute bei Sweco Deutschland das Geschäftsfeld Raum- und Umweltplanung | Projektierung und übernimmt Verantwortung für Projekte und Teams in einem technisch geprägten Umfeld.

Der Schritt zeigt, wie vielfältig Karrierewege bei Sweco sein können. Im Interview erzählt Juliane, wie sie die ersten Monate in ihrer neuen Position erlebt hat, welche Erfahrungen der Wechsel ins operative Geschäft mit sich bringt und was für sie gute Führung in interdisziplinären Ingenieur- und Umweltplanungsprojekten bedeutet.

Vom Business Support in die operative Leitung: Perspektivwechsel im Unternehmen

Juliane, du bist seit bald 7 Jahren bei Sweco Deutschland und hast in deiner bisherigen Position als Communications Director einiges bewegt. Wie würdest du dich selbst und deinen Weg bei uns beschreiben?

Als ich die Stellenanzeige für die Rolle der Communications Director bei Sweco sah, war die Welt noch eine andere. Corona gab es nicht, Präsenz vor Ort war wichtig und eine solche Position in Bremen selten. Umso größer war meine Freude, dass es von beiden Seiten aus passte und ich im April 2019 starten konnte. Die Reise von dort bis hierher war von vielen gesellschaftlichen und unternehmensinternen Veränderungen geprägt, die allesamt kommunikativ begleitet werden mussten.

Ich würde mich als jemanden beschreiben, die sehr gut mit Veränderungen umgehen kann, was mir in diesen bewegten Jahren in die Karten spielte. Veränderungen und deren Folgen zu kommunizieren, die Perspektiven unserer verschiedenen Stakeholder einzubeziehen und dabei das große Ganze im Blick zu behalten, habe ich gemeinsam mit meinem Team behutsam und zielgerichtet umgesetzt.

Karriere bei Sweco: Entwicklungsmöglichkeiten und Zusammenarbeit

Zum Jahresbeginn 2026 hast du die Leitung des Geschäftsfeldes Raum- und Umweltplanung und Projektierung übernommen. Wie kam es dazu und was hat dich an dieser neuen Aufgabe gereizt?

Klaus Hille, der mehr als 30 Jahre bei Sweco tätig war und das Geschäftsfeld über 3 Jahre erfolgreich führte, ging zum Jahreswechsel in den Ruhestand. Als die Stelle ausgeschrieben wurde, stellte ich mir die Frage: Was ist in dieser Rolle entscheidender – Fachlichkeit oder Führungsstärke? Wir haben in diesem Geschäftsfeld – wie im gesamten Unternehmen – so viele Fachexpert*innen, dass ich überzeugt bin, dass Führung den Unterschied machen kann. Also warf ich meinen Hut in den Ring. Ich weiß, dass die fachliche Tiefe im Geschäftsfeld hervorragend abgedeckt ist, und sehe meine Aufgabe darin, die Kolleg*innen mit Vertrauen und Führungsstärke zu befähigen.

Ein großer Reiz für mich ist es, etwas zu tun, was ich noch nicht kenne, viel zu lernen und meinen Horizont zu erweitern. Nicht zuletzt freue ich mich auf den Perspektivwechsel – aus dem Support in die Operative.

Karriereentwicklung im Unternehmen: Chancen durch interne Wechsel

Der Wechsel vom Business Support in ein operatives Geschäftsfeld ist bei Sweco ein Novum. Wie fühlt sich dieser Schritt an?

Ehrlich gesagt, wie unter einem Brennglas. Jede*r, der/ die neu in so eine herausgehobene Rolle kommt, steht ja erstmal unter Beobachtung: Wer ist diese Person, was bringt sie mit, was möchte sie erreichen, was erwartet sie? Das ist bei mir nicht anders – und natürlich spielt dabei auch eine gewisse Skepsis eine Rolle, was ich fachlich einbringen kann. Gleichzeitig kennen mich die meisten Kolleg*innen bereits und ich kenne Sweco gut – das ist sicher ein Vorteil und gibt mir einen soliden Ausgangspunkt.

Die ersten Monate in der neuen Rolle sind jetzt um. Wie hast du diese Zeit erlebt? Was hat dich in dieser Zeit am meisten überrascht oder herausgefordert?

Es ist ganz erstaunlich, wie groß Deutschland ist. Ich habe mein Team in ganz Deutschland verteilt sitzen und mir vorgenommen, sofort auf Reisen zu gehen und alle Standorte zu besuchen. Das hat einfach nicht geklappt, weil die Wege zu weit, die Bahn im Winter zu herausfordernd und die Zeit zu knapp war. Ich bin sehr dankbar, dass sich mein Team dazu bereit erklärt hat, Frankfurt zum Mittelpunkt des Landes zu erklären und sich dort mit mir zu treffen.

Alle Kolleg*innen des Geschäftsfeldes, mit denen ich bisher zu tun hatte, waren ausnahmslos neugierig, zugewandt und freundlich. Sie nehmen sich die Zeit, mir Angebote und Projekte zu erklären und bringen mich mit Kunden zusammen. Das ist sicherlich das, was mir am meisten Freude bereitet.

Karrierewege neu denken: Perspektiven für Leadership und Entwicklung

Welche Werte oder Prinzipien leiten dich in deiner Führung?

In erster Linie Vertrauen. Bei dem, was wir hier gemeinsam leisten und bei der vielen Zeit, die wir beruflich miteinander verbringen, ist Vertrauen das höchste Gut. Mein Team sitzt in ganz Deutschland verteilt und ich kann nur dann gut führen und gut zusammenarbeiten, wenn ich Vertrauen habe. Was darauf einzahlt, ist ein guter Umgang mit Fehlern: Wir handeln alle nicht mit Blutkonserven, daher müssen wir offen mit Fehlern umgehen, überlegen, wie schlimm sie wirklich sind und sie dann ehrlich kommunizieren und daraus lernen.

Worauf legst du in den kommenden Monaten den größten Fokus und was möchtest du gemeinsam mit den Kolleg*innen deines neuen Geschäftsfeldes bewegen?

Lernen, lernen, lernen – das sind die drei wichtigsten Punkte für mich. Die Kundenbedürfnisse verstehen, unsere Projekte kennenlernen, mit den Kolleg*innen durch Angebotsgespräche gehen, das Zahlenwerk durchdringen und gute Fragen stellen. Was ich im Geschäftsfeld bewegen möchte, ist die Zusammenarbeit anhand gemeinsamer Prozesse und Systeme, die dann auch das geschäftsfeldübergreifende oder sogar länderübergreifende Arbeiten erleichtert. Wir bearbeiten so wichtige und große Projekte, dass wir das allein gar nicht schaffen können. Also müssen wir die Barrieren der Zusammenarbeit abbauen und gemeinsame Standards schaffen und nutzen.

Und zum Schluss: Wenn du diesen Wechsel in einem Satz beschreiben müsstest, welcher wäre das?

Da fällt mir sofort ein Zitat von Henry Ford ein: „Wer immer tut, was er schon kann, bleibt immer das, was er schon ist.“

Vielen Dank für das Gespräch und viel Erfolg in deiner neuen Rolle!

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