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Planung Radwegeinfrastruktur Fischereihafen Bremerhaven- aktueller Zustand

Sweco plant Aus- und Neubau der Radwegeinfrastruktur in Bremerhaven

Veröffentlicht am: 31/08/2026

Die Radwegeinfrastruktur wird im westlichen Bereich des Gewerbegebiets Fischereihafen Bremerhaven umfassend ausgebaut und neu geplant. Die Fischereihafen-Betriebsgesellschaft mbH hat Sweco mit der Objektplanung der Verkehrsanlagen und Ingenieurbauwerke (Entwässerung) für eine rund fünf Kilometer lange Radverkehrsachse beauftragt. Gegenstand sind die Leistungsphasen 1–3 inklusive der Erstellung der Genehmigungsunterlagen für die Bauausführung nach geltenden bremischen Richtlinien. Ziel ist es, Verkehrssicherheit, Klimaschutz und die Anbindung von Beschäftigten sowie touristischen Verkehren zu verbessern.

Radwegeausbau als Beitrag zur CO₂-Neutralität im Fischereihafen

Die Radwegeplanung ist ein wichtiger Baustein der Klimakooperation Fischereihafen (CCF), die den Fischereihafen bis 2030 CO₂-neutral aufstellen will. Mit dem Aus- und Neubau der Radwegeverbindung wird die klimafreundliche Mobilität im Gewerbegebiet gestärkt und eine Alternative zum Pkw geschaffen. Zugleich werden nachhaltige Bauweise, Ressourcenschonung und eine klimaresiliente Entwässerung von Beginn an mitgedacht.

Maßnahmen für ein leistungsfähiges Radverkehrsnetz in Bremerhaven

Die Infrastrukturplanung umfasst den Ausbau und die Erneuerung des Radwegeabschnitts „Am Luneort“ sowie den Neubau des Abschnitts „Am Seedeich“. Die Radverkehrsanlagen werden barrierearm geplant und in das übergeordnete Radverkehrsnetz eingebunden, inklusive der Anbindung an den städtischen Radweg aus Richtung Wulsdorf. In der Vorplanung werden mehrere technisch und wirtschaftlich tragfähige Varianten entwickelt und bewertet, unter anderem hinsichtlich Flächeninanspruchnahme, Nutzer*innenfreundlichkeit, Kosten und Klimaschutzwirkung.

Nachhaltige Radverkehrsinfrastruktur und zukunftsfähiges Regenwassermanagement

Ein Schwerpunkt der neuen Radwegeinfrastruktur liegt auf der systematischen Integration von Nachhaltigkeitsaspekten. Dazu zählen die Minimierung von Versiegelung, die Prüfung nachhaltiger Belagsmaterialien sowie ein zukunftsfähiges Regenwassermanagement. Vor dem Hintergrund zunehmender Starkregenereignisse wird die Entwässerung neu geplant, um Überflutungen von Straßen und Gehwegen zu verhindern. Dabei wird insbesondere das Regenwassermanagement für das Oberflächenwasser im öffentlichen Raum bedacht, z. B. durch offene Grünflächen, oder Rückhalteräume.

„Mit der Variantenuntersuchung führen wir ökologische, technische und wirtschaftliche Anforderungen frühzeitig zusammen und schaffen damit eine Grundlage für die weitere Planung der Radinfrastruktur in Bremerhaven. Wo immer möglich, setzen wir auf die Wiederverwendung vorhandener Materialien, und berücksichtigen regionale sowie gut recycelbare Baustoffe. So lassen sich Ressourcen schonen und CO₂‑Emissionen bereits in der Planungsphase senken.“

Sabine Möller, Expertin für Verkehr & Wasser bei Sweco in Bremen.

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