Auf Biodiversität bauen: Für Klima und Gesundheit

Im aktuellen Urban Insight-Artikel von Sweco, „Auf Biodiversität bauen: Für Klima und Gesundheit“, wird die unverzichtbare Rolle von Biodiversität in urbanen Umgebungen hervorgehoben. Er zeigt auf, wie wir unseren derzeitigen Gestaltungsansatz von Städten überdenken können, um zukünftig mehr auf Biodiversität zu bauen. Innovative Design- und Planungslösungen setzen auf die Vorteile von Biodiversität zur Förderung unserer Gesundheit und Schonung unserer Umwelt.

Laut der Intergovernmental Science-Policy Platform on Biodiversity and Ecosystem Services (IPBES)* sind ca. 1 Million Tier- und Pflanzenarten weltweit vom Aussterben bedroht – viele davon innerhalb der nächsten Jahrzehnte. Die für uns lebenswichtigen Ökosysteme zerfallen viel schneller als je vorhergesagt. Und dies hat erhebliche Auswirkungen auf unsere Wirtschaft, Existenzgrundlagen, Ernährungssicherung, Gesundheit und unsere Lebensqualität weltweit.

Der Artikel zeigt, dass städtische Räume, die im Einklang mit der Natur gebaut wurden, und solche, die die biologische Vielfalt unterstützen, unserem Klima eher förderlich als abträglich sind und unsere körperliche und geistige Gesundheit stärken.

ÖkosystemDienstleistungen – zur Förderung der Gesundheit und Widerstandskraft
Die Widerstandskraft von Städten nimmt zu, wenn die Infrastruktur in natürliche Systeme, Dienstleistungen und Ressourcen integriert wird. So regulieren durchlässige Flächen, Baumkronen und Feuchtgebiete den Wasserabfluss viel effizienter als künstliche Bauwerke. Dadurch verringert sich auch die relative Wahrscheinlichkeit, dass Infrastrukturen wie Straßen, Schienen, Gebäude und Wasserwege durch die zunehmenden Umweltveränderungen und -belastungen aufgrund des Klimawandels stark negativ beeinflusst werden.

Bäume und Vegetation – Teile der ÖkosystemDienstleistungen
Der Artikel illustriert dies am Beispiel der Bäume, Vegetation und Natur, die viel zu unserer städtischen Umgebung, unserer Gesundheit und unserem Wohlbefinden beitragen. Mit dem richtigen Ansatz können diese Gebiete dabei helfen, Schadstoffe, Hitzewellen und Krankheiten zu reduzieren und Widerstandskraft gegen die Auswirkungen des Klimawandels aufzubauen.

Von der Kohlenstoffbindung von Ökosystemdienstleistungen bis zur Zunahme der Biodiversität in städtischen Wäldern. Von einem Baum, der oberirdisch bis zu 150 kg CO2 pro Jahr absorbiert, bis zum Potenzial des Bodens unter ihm, 5–15 % der weltweiten Emissionen fossiler Brennstoffe auszugleichen. Wir sehen außerdem, dass bei zunehmender Hitze die strategische Pflanzung von Bäumen dazu führen kann, die Temperatur um 2–8 °C zu senken und so Probleme wie den städtischen Wärmeinseleffekt in den Griff zu bekommen.

Den vollständigen Artikel in englischer Sprache finden Sie hier, eine deutsche Kurzfassung hier.