
Resiliente Wasserinfrastruktur für Hochwasser, Trockenheit und sauberes Wasser
Hochwasser, Starkregen, trockene Sommer und neue Schadstoffe: Wasserinfrastruktur muss heute mehr aushalten als je zuvor. Trinkwasserversorgung und Abwasserbeseitigung zählen zur kritischen Infrastruktur, ihr Ausfall trifft ganze Regionen. Das KRITIS-Dachgesetz legt deshalb bundesweit Mindeststandards für den Schutz kritischer Anlagen fest, auch in den Sektoren Trinkwasser und Abwasser. Wir planen Wasserinfrastruktur, die diesen Anforderungen standhält: vom Hochwasser- und Starkregenschutz über Kanalnetze bis zu Kläranlagen mit vierter Reinigungsstufe.
Wasserversorgung und Abwasser als kritische Infrastruktur
Die EU-Richtlinie (EU) 2022/2557 über die Resilienz kritischer Einrichtungen, kurz CER-Richtlinie, verpflichtet die Mitgliedstaaten zu verbindlichen Mindeststandards für den physischen Schutz kritischer Einrichtungen. In Deutschland setzt das KRITIS-Dachgesetz sie um. Es ist am 17. März 2026 in Kraft getreten und fasst die kritischen Sektoren erstmals bundeseinheitlich zusammen, darunter Trinkwasser und Abwasser.
Für Betreiber von Wasserversorgungs- und Abwasseranlagen rückt damit die Widerstandsfähigkeit ihrer Anlagen in den Mittelpunkt. Wir unterstützen mit Gefährdungs- und Risikoanalysen, Hochwasser- und Starkregenschutz und der Planung von Netzen und Anlagen, die auch unter Belastung funktionieren. Auch die Sweco-Studie zum Wassermanagement in Europa empfiehlt, Wasserrisikobewertungen zur Standardanforderung zu machen.
Was die Sweco-Studie zum Wasser in Europa zeigt
Was die Sweco-Studie zum Wasser in Europa zeigt
Die Wasserversorgung galt lange als einer der großen Infrastrukturerfolge Europas, doch sie gerät zunehmend unter Druck. Die Sweco-Studie „Wassermanagement in Europa“ zeigt, wie stark das Grundwasser belastet ist, wie sehr die Trinkwasserversorgung davon abhängt und was eine weitergehende Abwasserbehandlung kostet. Dazu stellt sie sechs Maßnahmen für mehr Wasserresilienz und Praxisbeispiele aus ganz Europa vor, darunter die Kläranlage Balingen.
- 32 % des Grundwassers in Europa sind durch diffuse Verschmutzung belastet (Europäische Umweltagentur).
- 65 % des Trinkwassers in Europa stammen aus Grundwasser.
- Um rund 6 % steigen die Wasserkosten für Haushalte, wenn eine vierte Reinigungsstufe eingeführt wird.

Unsere Leistungen für resiliente Wassersysteme
Hochwasser und Starkregen
Starkregen und Hochwasser treffen Städte und kritische Infrastruktur immer häufiger. Wir analysieren Gefährdungen, planen Schutzmaßnahmen und behandeln Regenwasser so, dass Gewässer und Kanalnetze entlastet werden.
Trinkwasserversorgung und Abwasserreinigung
Längere Trockenperioden machen Wasserspeicher und Versorgungsanlagen zu kritischen Bauteilen. Im Abwasser kommen Spurenstoffe wie Arzneimittel und PFAS hinzu, die konventionelle Kläranlagen nur teilweise abbauen, und mit der EU-Kommunalabwasserrichtlinie wird die vierte Reinigungsstufe für große Kläranlagen schrittweise Pflicht. Wir planen Anlagen der Trinkwasserversorgung und Kläranlagen von der Machbarkeitsstudie bis zur Inbetriebnahme.
Kanalnetze und alternde Infrastruktur
Laut DWA-Umfrage 2020 sind rund 18 % der öffentlichen Kanäle in Deutschland kurz- bis mittelfristig sanierungsbedürftig. Wir berechnen Netze hydraulisch, planen die Entwässerung von Siedlungen und die Sanierung bestehender Kanäle.
Energie und Rohstoffe aus Abwasser
Abwasser enthält Wärme, und Klärschlamm enthält Phosphor. Wir planen Anlagen, die beides nutzbar machen, von der Abwasserwärmepumpe bis zur Klärschlamm-Monoverbrennung als Grundlage für die Phosphorrückgewinnung.
Unsere neuesten Beiträge und Veröffentlichungen zum Thema Wasser
Sie planen eine Kläranlage, ein Hochwasserschutzkonzept oder die Sanierung Ihres Kanalnetzes? Schreiben Sie uns, unsere Expert*innen melden sich bei Ihnen.

Stephan Ellerhorst
Wasserwirtschaft & -infrastruktur
Christian Maus
Wasser- und Abwasserwirtschaft / Verfahrenstechnik
Dr. Demet Antakyali
Mikroschadstoffelimination & Wasserstoffinfrastruktur
Susanne Tettinger
Country Project Leader Urban Insight









